München (epd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern warnt vor erheblichen Einschnitten für Personen mit geringem Einkommen durch die geplante Wohngeldreform. In einer Mitteilung vom Dienstag fordert der Regionalverband die Bundestagsabgeordneten auf, geplante Kürzungen zu stoppen, weil sonst ein Drittel der bisherigen Wohngeldhaushalte in Bayern den Anspruch verlieren könne. "Das ist keine harmlose Verwaltungsreform, sondern ein sozialpolitischer Kahlschlag", sagte Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern.

Laut DGB Bayern seien es allein im Freistaat bis zu 40.000 Haushalte, die den Anspruch durch die Reform verlieren könnten. Durch die Sparmaßnahmen nehme die Bundesregierung in Kauf, dass einkommensschwache Personen noch stärker unter Druck gerieten. "Das ist der völlig falsche Weg", so Stiedl. Er kritisierte besonders, dass durch die Kürzungen künftig zahlreiche Haushalte auf die Grundsicherung angewiesen sein könnten. So entstünden zusätzliche Kosten für die sozialen Sicherungssysteme und Kommunen.

Forderung nach höheren Investitionen in den sozialen Wohnungsbau

Statt der geplanten Kürzungen fordert der DGB Bayern in der Mitteilung verlässliche Unterstützung für Personen mit geringem Einkommen, wirksame Maßnahmen gegen steigende Mieten sowie deutlich mehr Investitionen in den sozialen Wohnungsbau.