München, Heidelberg (epd). Der Freistaat Bayern setzt für eine bessere gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Daher werde das Projekt "Sehen und Hören: Studie zur Verbesserung der Diagnose und Förderung von Auffälligkeiten im Sehen und Hören bei Menschen mit geistiger bzw. komplexer Behinderung in Bayern (SuHB)" mit 420.700 Euro unterstützt, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag in München mit.

In der im Oktober angelaufenen Studie würden erstmals werden konkrete Zahlen für Bayern erhoben, wie viele schwerbehinderte Menschen von bislang unerkannten Sinnesbehinderungen betroffen sind. Außerdem würden Vorschläge entwickelt, wie Hör- und Sehbehinderungen zukünftig besser erkannt und die betroffenen Menschen in den Einrichtungen unterstützt werden können. Die Studie ist auf drei Jahre angelegt.

Daran beteiligt sind ein Forschungsteam der Blindeninstitutsstiftung, der Universität Hamburg, der LMU München sowie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Bis zu 500 Personen werden durch die Pädagogische Hochschule Heidelberg in verschiedenen Einrichtungen untersucht werden. Hierbei soll ein neues Diagnostik-Verfahren zum Einsatz kommen, mit dem taubblinde und hörsehbehinderte Menschen identifiziert und das funktionale Hör- und Sehvermögen überprüft werden kann, hieß es weiter.

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