Nürnberg (epd). Gegenwart und Zukunft von Kunst im öffentlichen Raum sind das Thema einer internationalen Konferenz in Nürnberg vom Freitag, 22., bis Sonntag, 24. Oktober. Sie steht unter dem Motto "Public Art - Das Recht auf Erinnern und die Realität der Städte", teilte die Stadt Nürnberg am Mittwoch mit. Das Themenspektrum reiche von Denkmälern aus der Kolonialzeit bis zur Frage, wie beispielsweise für Angehörige und Freunde von Opfern der NSU-Morde oder der Amokläufe von Halle und Hanau angemessene Gedenkorte gefunden werden, heißt es in der Mitteilung. Veranstaltet wird die Konferenz von der Stadt in Kooperation mit der Kunsthalle Nürnberg und dem Neuen Museum.

Gerade in Nürnberg gehe es auch um den Aspekt, wie sich die Erinnerung an jüngere Verbrechen zu den Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus und deren Spuren im städtischen Raum verhalte, so die Veranstalter. In der Debatte um die Sanierung des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes sei unter anderem die Position vertreten worden, die Architektur des Reichsparteitagsgeländes müsse späteren Generationen erhalten bleiben. Heute würden die Rufe lauter, das Gelände für nächste Generationen nutzbar zu machen.

Eingeladen sind internationale Referenten und Referentinnen, die sich mit den genannten Themen intensiv beschäftigt haben. Die Veranstaltung findet hybrid statt, Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.