Immer wieder wird darüber diskutiert, ob in Deutschland zu wenig gearbeitet wird – und ob sich das ändern ließe, indem man gesetzliche Feiertage streicht. Ein zusätzlicher Arbeitstag, so das Argument, könne die Wirtschaft ankurbeln. Doch stimmt das wirklich?
Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung sagt: nein. Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es keinen messbaren Zusammenhang zwischen der Zahl gesetzlicher Feiertage und dem Wirtschaftswachstum gibt. Analysiert wurden unter anderem historische Daten seit 1990 – etwa zur Abschaffung des Buß- und Bettags oder zur einmaligen Einführung des Reformationstags als Feiertag im Jahr 2017.
Das Fazit der Forscher: Entscheidend für wirtschaftliche Stärke sei nicht die Anzahl der Arbeitstage, sondern vor allem die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen.
Feiertage: Feiern oder abschaffen?
Trotzdem bleibt die Frage im Raum: Brauchen wir all diese Feiertage? Oder wäre es – angesichts von Fachkräftemangel, wirtschaftlichem Druck und globalem Wettbewerb – an der Zeit, einen davon zu opfern?
Was meint ihr? Würdet ihr auf einen Feiertag verzichten, wenn es der Wirtschaft hilft? Oder sind Feiertage ein unverzichtbares Gut – für Erholung, Gemeinschaft, Spiritualität?
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Kommentare
Der Buss und Bettag wurde…
Der Buss und Bettag wurde abgeschafft.
Aber Schulen und Kitas sind zu.Keine gute Loesung.
Und die Diakonie wirbt mit diesen Feiertag für Personal,weil er weiterhin bezahlt wird als Feiertag von der Evangelischen Kirche.
Auch nicht solidarisch mit anderen Arbeitnehmern.