Ich wohne in der Nähe des Bezirkskrankenhauses. Und ich gehe sehr gerne zu Fuß. Das führt dazu, dass ich das Krankenhaus häufig sehe. Das Krankenhaus selbst ist ein relativ normaler Krankenhausbau – nicht besonders hässlich und auch nicht besonders schön.
Seit ein paar Wochen jedoch erstrahlt das Gebäude. Haben sie das Krankenhaus saniert, renoviert oder vielleicht einfach neu gestrichen? Mitnichten. Die Farbe der Außenwände ist weiterhin verblichen oder gut in Schuss, je nachdem, auf welche Wand des Krankenhauses ich gerade schaue. Und doch strahlt es, wenn ich zum Krankenhaus blicke.
Denn oben am Krankenhaus ist auf jeder Seite des Gebäudes eine große, leuchtende Sternschnuppe angebracht. Besonders effektvoll ist dieser Anblick, wenn – wie so häufig heuer im Dezember in Rosenheim – die Nebelsuppe hängt. Dann durchbricht das Licht der Sternschnuppe den Nebel und sendet ein warmes Licht zum Betrachter.
Licht der Sternschnuppe durchbricht den Nebel
Was für ein Zeichen in dieser Weihnachtszeit! Die Leute sind gestresst, und manche Menschen sind auch trostlos – sei es wegen der weltpolitischen Lage oder weil zu Hause der Haussegen schief hängt. Doch das Licht der Sternschnuppe am Krankenhaus durchbricht den Nebel und zeigt auf, dass Weihnachten naht. Nicht das Weihnachten mit seinen To-dos, sondern das Weihnachten mit dem Jesuskind in der Krippe. Das Weihnachten, in dem Gott zu den Menschen kommt – ja, selbst Mensch wird –, um den Menschen Hoffnung zu bringen, gerade auch in der Dunkelheit oder im Nebel.
Daran denke ich, wenn ich den leuchtenden Stern am Bezirkskrankenhaus sehe, wenn ich mal wieder in Eile auf dem Weg zum nächsten Termin bin. Und ich hoffe, dass auch einige andere so an den wahren Grund für Weihnachten erinnert werden.