Trotz knapper Kassen konnten in ganz Deutschland mehr als hundert Kirchen saniert oder gesichert werden: Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) hat im vergangenen Jahr 103 Projekte mit insgesamt rund 1,34 Millionen Euro gefördert. Das geht aus dem frisch erschienenen Jahresbericht 2024 hervor.
Das 112 Seiten starke Magazin – auch digital abrufbar – stellt die geförderten Kirchen in Bild und Text vor und gibt Einblicke in die Finanzen, die Arbeit der Gremien und zahlreiche Aktivitäten rund um den Erhalt sakraler Bauwerke. Neben Zahlen und Fakten geht es um Geschichten von Menschen, die sich vor Ort engagieren – oft mit Kreativität und Ausdauer.
"Mutig, stark, beherzt"
"Diese Gemeinschaft befeuert uns alle in unserer Arbeit", schreibt Landesbischof Ralf Meister, Vorstandsvorsitzender der KiBa, im Vorwort. Das Engagement von Spendern, Kirchengemeinden und Unterstützern sei eine "lebendige Allianz für das spirituelle und kulturelle Gedächtnis unseres Landes".
Ein Beispiel dafür ist die Dorfkirche Selben in Sachsen – für die KiBa das emotionale Herzstück des Berichts. Das spätmittelalterliche Gotteshaus war einst akut einsturzgefährdet. Heute steht es wieder fest – auf einer neuen Stahlbetonsohle und getragen vom Engagement der Dorfgemeinschaft. Die Auszeichnung als "KiBa-Kirche des Jahres 2024" würdigt den Zusammenhalt von Jung und Alt, Kirche und Verein, Glaubenden und Nicht-Glaubenden.
Mehr als nur Bauhilfe
Die Stiftung KiBa engagiert sich nicht nur finanziell für den Erhalt von Kirchen, sondern auch kulturell: Sie unterstützt Medienarbeit, veranstaltet Studienreisen, fördert kirchenmusikalische Projekte und kooperiert mit Partnern aus Bildung und Kultur. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Tochterstiftung Orgelklang, die historische Orgeln in ganz Deutschland bewahrt.
Seit ihrer Gründung 1999 hat die Stiftung Zusagen für Sanierungsvorhaben von mehr als 40 Millionen Euro erteilt. Für 2025 sind bisher Förderzusagen in Höhe von 1,18 Millionen Euro vorgesehen. Rund 3.600 Mitglieder engagieren sich bundesweit im Förderverein der Stiftung.
Der Jahresbericht 2024 steht auch online bereit.