In Estlands Hauptstadt Tallinn ist am Dienstag die 16. Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) zu Ende gegangen. "Wir beten für Frieden", sagte der neu gewählte KEK-Präsident, der griechisch-orthodoxe Erzbischof Nikitas von Thyateira und Großbritannien, zum Abschluss der Konferenz mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Er rief alle Christen und Kirchen zum Gebet auf.

Kirchen-Konferenz: Klima-Krise, Migration und Nachhaltigkeit

Frank Kopania, neu gewählter KEK-Vizepräsident und Leiter der Auslandsabteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), zog eine positive Bilanz der sechstägigen Tagung. Neben dem Ukraine-Krieg seien die Themen Klima-Krise, Migration und Nachhaltigkeit Schwerpunkte gewesen.

"Die KEK baut Brücken für Kirchen und religiöse Organisationen, damit sie ihre Anliegen und Überzeugungen in den politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess Europas einbringen können", sagte Kopania nach der Wahl.

Neben Kopania gehört die anglikanische Bischöfin von Huntingdon, Dagmar Winter von der Kirche von England, als weitere Vizepräsidentin dem Präsidium an. Die Amtsdauer beträgt fünf Jahre. Die Konferenz Europäischer Kirchen repräsentiert 113 orthodoxe, protestantische, anglikanische und altkatholische Kirchen aus ganz Europa. Die Russische Orthodoxe Kirche lässt seit 2009 ihre Mitgliedschaft ruhen. Hintergrund sind innerorthodoxe Streitigkeiten.

KEK repräsentiert 113 Kirchen

Die sechstägige Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ging an diesem Dienstag im estnischen Tallinn zu Ende. Die KEK repräsentiert 113 orthodoxe, protestantische, anglikanische und altkatholische Kirchen aus ganz Europa, darunter die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). 

Gegründet wurde die Konferenz 1959 von Christen aus Ost- und Westeuropa im dänischen Nyborg Strand. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied des Kirchenbundes. Allerdings arbeiten KEK und der katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen eng zusammen.