Kunst in Kirchen
Die Lukaskirche wird umgestaltet - und verabschiedet sich mit verschiedenen Kunstprojekten.
Installation Lukaskirche München
Gülcan Turna bei ihrer Performance in der evangelischen St. Lukaskirche in München.

Die evangelische Lukaskirche soll ab 2022 saniert werden. Bevor der Innenraum der Kirche nicht mehr genutzt werden kann, wartet die Gemeinde noch mit verschiedenen Kunstaktionen auf - darunter Performances, eine Installation sowie einer "Lichtzeichnung" an den Kirchenfenstern.

Unter dem Titel "no human is an island" präsentieren die Künstlerinnen Geraldine Frisch, Kira Fritsch, Stephanie movall und Gülcan Turna bis 31. Oktober 2021 eine Installation im Altarraum. Das Projekt beziehe sich auf den Text des Lyrikers John Donne und reagiere auf Unsicherheiten und Veränderungen der Gesellschaft, erklärte der Kunstausschuss der Gemeinde.

Von Peter Weismann stammt die Stundensäule im Eingangsbereich der Kirche. Die aufgestapelten Steine gehören zum Projekt Mare Nostrum, das sich mit dem Thema Migration befasst. Die Stundensäulen markierten früher die Entfernung zwischen den Orten; die Steine in der Kirche sollen an die Menschen erinnern, die sich auf der Flucht befinden.

Die Münchner Künstlerin Susanne Hanus interessiert sich für den Einzelnen in der Gesellschaft, das Ausgesetztsein der Menschen. Für die Lukaskirche schuf sie eine Lichtzeichnung, bei der sie mit Hilfe von eigens gefertigten Scherenschnitten eine Geschichte auf dem Fenster erzählt. Die Lichtzeichnung soll bis zur Schließung der Kirche im Frühjahr 2022 kontinuierlich fortgesetzt werden.

Kira Fritsch löffelt Suppe aus Lukaskirche
Kira Fritsch bei ihrer Performance "Suppe auslöffeln" in der Lukaskirche München.
Kunstwerk Susanne Hanus Lukaskirche München
Lichtzeichnung von Susanne Hanus in der Lukaskirche München.

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