I. Sich Gedanken machen 

Na komm, jetzt mach dir mal nicht so viel Gedanken – das wird schon.

Solche Sätze habe ich im Ohr - von Leuten, die es gut meinen – und ich denke, ja, ihr habt ja recht – und auch wieder nicht. Denn: Ich mach mir die nicht, die Gedanken. Die machen das von ganz allein. 

Sich keine Gedanken, keinen Kopf machen -wie geht das?

Wie kommt man zur Ruhe? Tagsüber oder nachts im Bett?

Da haben viele ihre Tricks und Rituale. 

Ich komme zum Beispiel super runter, wenn ich schwimme, am liebsten lange und schnell, im Schwimmbad. Dabei zähle ich die Bahnen. Für was anderes bleibt dann kein Platz in meinem Kopf. 

Und wenn ich vor lauter Gedankenkreisen nicht einschlafen kann, dann benutze ich manchmal folgenden Trick: Ich frage mich: Was ist dein nächster Gedanke, was denkst du als nächstes? Ich weiß nicht warum, aber das funktioniert oft. Ruhe im Kopf. Es bringt was zum Stoppen. Und ich schlafe ein…

Das ist eine Kunst: Das Gedankenkarussell anhalten. Grübeln bringt ja eh nix. Die Dinge geschehen so oder so.

II. Was anderes denken und tun

Vor über 2500 Jahren geht ein Brief auf die Reise. Der Prophet Jeremia versendet ihn. Adresse: Babylon. An alle aus Jerusalem Weggeführten und nach Babel Verschleppten. Absender: Gott. 

Ein wichtiger Brief, eine wichtige Botschaft. Unterbrechung des Sorgenkarussells.

Gott sagt:

Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt euren Töchtern Männer, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl. 
Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe. Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen. 
(Jeremia 29, 5-7.10-14)

Nach diesem Brief ist eigentlich nichts anders. Sie sind immer noch dort. In der Fremde. Müssen sich zurechtfinden. Fern vom Tempel. Gefühlt fern von Gott. Und fern von allem, was gewesen ist – ihrer Herkunft, ihren Selbstverständlichkeiten … Wer sie waren. Wie sie waren. Damals. Dort. 
Die Gegenwart ist nicht zu beschönigen. Gott tut das auch nicht. Und doch öffnen die Worte aus Jeremias Brief etwas: Kommt ins Tun. Erduldet nicht nur.  Bewegt euch.

Häuser bauen, Gärten pflanzen, ernten, essen, Kinder kriegen… Sich verorten.

Gott sagt nicht schnell dahin, schaut nach vorn, das wird schon. Er sagt auch nicht, ist alles nicht so schlimm, jetzt übertreibt mal nicht.
Gott gibt ihnen etwas an die Hand – eine Idee, eine Art Arbeitsplan. Das Arbeiten mit den Händen, bauen, graben, pflanzen, ernten… Das geht überall. Es muss nichts spektakulär Besonderes sein. 

Tun, was geht. Es versuchen. In kleinsten Schritten. Was schaffe ich - auch in schweren Zeiten? 

Vielleicht kennen Sie das: Das gibt ein gutes Gefühl: Zu handeln. Den ganz normalen Alltag – und wenn es nur Kleinigkeiten sind - zu händeln. Wieder was geschafft, hat meine Mutter immer erleichtert und auch ein bisschen stolz gesagt.

In Babylon, im Exil-Alltag also, die Früchte pflücken und probieren – vielleicht erinnern sie an das alte Leben, riechen und schmecken nur etwas anders. Die Samen und Kerne der Früchte begutachten, sammeln, pflanzen und säen…

Wie werden sie wachsen, die neuen Früchte? Denn es sind jetzt andere. Aber die Früchte von früher – waren die immer ultralecker?
Das Leben, wie es mal war, das war auch nicht immer nur fantastisch und immer alle stark und glücklich. Das alte Leben kannte genauso Verlassenwerden, Schmerz, Gottesferne. In Jerusalem war auch nicht alles Gold. 

Doch je weiter solche Zeiten liegen, desto mehr neigt man dazu, sie schöner zu erinnern, als sie tatsächlich waren. Klar, da war´s auch nicht perfekt, aber im Vergleich zu jetzt eben schon…. 

Warum ist das eigentlich so, warum verklären wir die vergangenen Zeiten so oft? Weil wir da wussten, wer wir sind? Damals, da war ich jemand. Da hab ich was gegolten. Und jetzt in der Fremde bin ich ein Niemand.

Übrigens ging es den Israelitinnen und Israeliten in Babylon gar nicht so schlecht. Denn nur die Reichen aus der Oberschicht sind deportiert worden. Die, mit denen man sich zeigen lassen, vielleicht sogar schmücken kann. Die Armen sind zurückgeblieben, wie immer, übriggeblieben. Zwischen den Trümmern und Ruinen sehen sie täglich den zerstörten Tempel, ihr zerstörtes Leben und Glaubens-Leben. Auch für sie ist nichts mehr wie früher.  

III. Gottes Gegen-Wort

Der Brief geht aber nach Babylon. Dort bekommen sie Post. In ihr Jetzt.

Und sie hören: Ich weiß wohl…

So lautet Gottes Gegen-Wort in ihre Gegenwart hinein: Ich weiß wohl…

Du bist in der Fremde, wirst dir langsam selbst fremd Es ist schlimm für dich und für andere. Seh ich alles. Weiß ich wohl. Sagt Gott. Und es ist gut, es zu kennen, zu betrauern, zu beklagen, beweinen. So wichtig. Aber da wird noch was kommen: Zukunft.

Solche Worte können nur von außen kommen. Von ganz oben. Vom Himmel herab in mein Herz. Ich kann sie mir nicht selbst sagen. Nur gut hinhören. Wirken lassen.

Ich finde es ganz schön herausfordernd, darauf zu vertrauen, auf dieses "Ich weiß wohl…" von Gott. 

Wie geht das, nicht meinen Gedanken vertrauen sondern Gottes Gedanken? Nicht der Wirklichkeit, die ich sehe, sondern Gottes Wirklichkeit, die ich gar nicht überblicke? 

Ich kenne Menschen, denen helfen Worte aus dem Vaterunser, ihr Gedankenkarussell zu stoppen: Dein Wille geschehe. Immer wieder diese drei Worte sprechen: Dein Wille geschehe. Sie inniglich beten. Sie mir vorsagen und einreden. Ganz ohne nachzudenken. 

Manchmal hilft mir das. Nicht immer. Denn oft schaltet sich irgendwann wieder mein Kopf ein. Ich komme ins Denken und Urteilen: Das und das und das kann nicht dein Wille gewesen sein, Gott… Ich weigere mich, das zu glauben.

Und frage mich leise, was, wenn doch?!

Und zack, wieder die Stimme: Na komm, jetzt mach dir mal nicht so viel Gedanken – das wird schon gut gehen. Und dann wieder neue Gewalt in der Welt - und alles andere geht weiter – Klimakrise, Kriege...

IV. Wem gebe ich auf Dauer Raum?

Sorgen und Ängste wuchern, belagern meine Gedanken. Ich merke dann, ich muss dringend Platz für was anderes schaffen. Für Ruhe. Vertrauen. Zuversicht.
Ein bisschen stelle ich mir das vor wie beim Atmen. Ausatmen, rauslassen – einatmen, Neues strömt ein. Übrigens ganz von selbst. Weil so Leben geht. 
Ja, vielleicht geht es bei all diesem Gedankenmachen mal wieder ums Leerwerden. 

Und damit Raum schaffen für die Zuversicht.

Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein. Das das habe ich als kleines Mädchen abends immer gebetet. Es war einfach so. Und es war so einfach. Bis heute spüre ich: Diese schlichten Worte schenken Ruhe. Und lenken meine Gedanken in eine andere Richtung. Sie fragen: Wem gibst du Raum? Wen lässt du in dir wohnen? 

Soll niemand drin wohnen als Jesus allein… Da drin tummeln sich aber viele Gestalten. Eine wilde Wohngemeinschaft, ein großes Mietshaus voller Nörglerinnen und Lärmmacher und Störenfriede. Und gegen die kommt mein Kindergebet nicht an.

Wie kann Jesus-Frieden, Christus-Kraft in mir wachsen, wie Zuversicht, Gottvertrauen? Ich brauche dafür auch erwachsenere Worte, erprobte, durchbetete, durchlittene. So wie im alten Kirchenlied "Jesus meine Zuversicht".

Singen ist doppelt gebetet, heißt es. Bei diesem Choral empfinde ich das besonders. Er singt von Zuversicht und singt in die Zuversicht hinein: Egal, "was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht"…

Ein Osterlied ist das, ein klassisches Begräbnislied. Es findet sich ursprünglich in einer Lieder-Sammlung mit dem Titel "Die Übung der Gottseligkeit in christlichen und trostreichen Gesängen".

Die Gottseligkeit oder die Zuversicht kann man also üben, einüben. Wie eine Melodie lernen. Das finde ich gut: Selbst was tun, was beitragen, dass man zuversichtlicher wird. Mich hineinsingen ins Vertrauen. Aktiv. Das ist ein bisschen so wie in Jeremias Brief: Häuser bauen, Gärten pflanzen, ernten, essen, Kinder kriegen. Zuversicht einüben.

Später heißt es in dem Lied: 

Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder! 
Gebt nicht Raum der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder…
Wenn ich das höre, meldet sich bei mir als erstes Protest : "Gebt nicht Raum der Traurigkeit!" Nein! Unbedingt braucht Trauern Raum und Zeit. Und nicht nur, wenn´s ums eigentliche Sterben geht. Alle Abschiede, Verluste wollen betrauert sein. 

Auch wenn dieser Choral das Sterben am Lebensende meint, schaue ich dabei auch auf so viel anderes, das zu Ende geht. Und verloren. Und da bin ich alles andere als getrost und hocherfreut.

Nur: Wem gebe ich auf Dauer Raum? Der Trauer ums Verlorene?
Die Weggeführten in Babylon – die sollen nach Gottes Willen nicht in Heimweh erstarren oder in Hass auf den Jetzt-Zustand. Sondern: Beweglich bleiben, neugierig auf Zukunft und Leben.

V. Babylon hat viele Namen

Vorbei ist vorbei. In diesem Satz schwingt jede Verlusterfahrung. Auch die der Weggeführten in Babylon. Vorbei ist vorbei. Selbst wenn sie zurückkehren werden nach Jerusalem, wie Gott es verspricht, es wird nicht sein wie zuvor. Ein wirkliches Zurück gibt es nicht.
Die Babylon-Zeit wird sie verändert haben.

Und Babylon zeigt sich in vielerlei Weisen.
Ein Babylon heißt: Krankheit, Schlaganfall, ich bin versehrt. Es wird nie mehr wie zuvor.
Für viele Frauen heißt Babylon: Menopause, Wechseljahre. Dein Körper ist nicht mehr fruchtbar. Kinderwunsch endgültig unerfüllbar. Wie ausgetrocknet. Und der Körper wird überfallen von kaum regelbaren Zuständen, wie heiß und kalt, traurig und superungeduldig. 
Altwerden allgemein für Frauen und Männer hat was von Babylon. Man wird weggeführt aus dem unkomplizierten Körper, auf den immer Verlass gewesen ist, der sich immer schnell erholt hat, der scheinbar mühelos alles geschafft hat. Auf einmal zwickt der Rücken hartnäckig, knirschen die Knie, die Hüfte, die Fußgelenke… man hört und sieht nicht mehr so gut… Ist alles nicht mehr wie früher. 
Und noch ein Babylon heißt: Trennung, eine Beziehung, eine Ehe ist auseinandergegangen. Der ganze Lebensentwurf, alles teilen, gemeinsam alt werden -vorbei. Was daran ist überhaupt echt gewesen? Und wie heißt nun der neue Zustand ohne sie, ohne ihn: betrogen, sitzengelassen, Single, geschieden? Es gibt kein Zurück mehr.

VI. In den Glaubens-Briefkasten schauen

Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jer 29,11)

Gottes Gegen-Satz fällt in unsere Verlust-Sätze. Gottes Zukunft in die Endzeitstimmung. Der Prophet Jeremina schreibt das in dem Brief. Alle lesen, alle hören das. Und sagen es weiter. Und weiter und weiter. Bis heute. 

Jetzt: Zukunft und Hoffnung.

Als Christ*innen tun wir gut daran, regelmäßig in den Glaubens-Briefkasten zu schauen. Oder ins Postfach. Um uns immer wieder überraschen zu lassen. Von Bibelworten und anderen. Quasi Post von Gott erhalten… Und den Brief bewahren. 

Einander davon erzählen: Geschichten von Gegen-Sätzen und Zuversicht. Geschichten vom Beten und von Briefwechseln mit Gott. Von der Erfahrung: Es war nicht das Ende. Es ist weitergegangen. 

Das ist für mich eine Gotteserfahrung. Auferstehung. Göttlichster Gegen-Satz.

Zuversicht also? 

Ich schaue auf unser Land. In wenigen Jahren und in den letzten Monaten noch mal besonders hat sich die politische Lage zugespitzt. Bundesländer, so klein sie auch sein mögen, mit Mehrheit im Landtag für eine rechtsradikale Partei,  – das verunsichert viele. Der selbstverständliche Zustand, in großer Freiheit und in einer Demokratie zu leben, ist erschüttert. Frühere Sicherheiten wanken – für vielfältige Lebensformen, Frauenrechte, Aufenthaltsrechte, Daseins-Rechte ….  Manche sagen voraus, all diese Rechte werden verschwinden, zeigen eindeutig Parallelen auf, wie der Nationalsozialismus sich damals durchgesetzt hat.

VII. Nicht gleichgültig werden

Ich habe Anfang des Jahres eine Gedenkveranstaltung zu Sophie Scholl besucht. Da hat Nathalie Amiri gesprochen. Unter dem Titel: "Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den ihr um euer Herz gelegt!". Das ist ein Zitat aus einem der Flugblätter, die die Widerstandsgruppe Die Weiße Rose verbreitet hat. Amiri ist deutsch-iranische Journalistin und moderiert unter anderem das ARD-Magazin der Weltspiegel. Sie erinnert in ihrem Vortrag daran, wie die Frauen aus Iran unter Lebensgefahr um Freiheit gekämpft haben. Mutig für andere und für sich selbst. Wie sich eine unverschleierte Frau der Miliz entgegengestellt hat mit den Worten: Du bist unfrei. Ich bin eine freie Frau! 

Und Amiri fallen die Unterschiede zwischen ihren beiden Heimaten auf. In Iran bedeutet die Aussicht auf Freiheit und Demokratie Wunder, Glück, Glanz, Freude, das Höchste. Sie feiern das. Und geben nicht auf. 

Und hier, erzählt Amiri, hier begegnet uns Freiheit auf Schritt und Tritt, und wir schätzen sie kaum. Übersehen die kostbare Freiheit. Eigentlich sollten wir hier in Deutschland jeden Morgen nach dem Aufstehen die Demokratie feiern. Und Amiri hat eine Idee: Man könnte Stadt-Spaziergänge anbieten, bei denen es darum geht, Zeichen von Freiheit aufzuspüren. Freiheit-Sichtbarkeits-Spaziergänge. Straßenkunst entdecken. Gedenkorte. Oder einfach auf das schauen, was unterwegs einfach so geschieht: Ein Mann und eine Frau küssen sich auf offener Straße. Und zwei Männer auch. Alte und junge Leute demonstrieren und die Polizei schützt sie. Eine Frau lacht offen und laut. Eine andere fährt auf dem Motorroller vorbei. Eine Frau macht Straßenmusik und singt. Völlig selbstverständlich für uns. In Iran nicht. 
Warum ich das erzähle? Ich will so was sehen, meine Gedanken nähren mit den guten Dingen. Mit Zuversicht.

Wenn wir die Freiheit und unsere Demokratie selbstverständlich hinnehmen, werden wir gleichgültig, sagt Amiri. Wenn wir gleichgültig werden, übernehmen irgendwann andere die Macht. Wie wir aber in diesem Land und in Europa leben, das ist wertvoll. "Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den ihr um euer Herz gelegt!"

VIII. Zuversicht einüben – wie Musik.

Zuversicht einüben – wie Musik.

So was gibt es. So was kann man ausprobieren. Tun. Neugierig und beweglich.
Jeden Sommer geschieht das in Nürnberg. Beim großen Musikfestival Geistlicher Musik ION, der Internationalen Orgelwoche Nürnberg. Und da ist weit mehr zu hören als reine Orgelmusik. Ein Festival der Kirchen seit vielen Jahrzehnten. Es hat sich gewandelt, erneuert, geöffnet. Dieses Festival "vermehrt Glück" sagen die Veranstalter. Ich kann das nur bestätigen.

Die kommende ION 2027 steht unter dem Motto: "It´s getting better". Es wird besser!

Ich höre darin etwas Prophetisches, fast wie aus Jeremias´ Brief. Und Gottvertrauen. Eigentlich ist es ein Lied von den Beatles.
Die Leiter des Musikfests teilen ein paar Gedanken zu dieser Zuversichts-Musik mit folgenden Worten: 
It's getting better.
Keine Prognose. Eine Haltung. 
Die Zeit ist gerade nicht leicht. Angst, Wut, Empörung. Fake-News, KI-Trolle, radikale Agenden. Vieles wird lauter, schneller und komplizierter. Wir machen uns davon nicht abhängig. 
Uns interessiert: Wo liegen Potenziale? 
Wer hat eine Idee? Wo kann etwas wachsen? Vielleicht sind wir deshalb Schatzsucher*innen. Wir suchen Menschen, künstlerische Handschriften und Konstellationen, in denen etwas steckt – und machen daraus Programm. 
Zehn Tage Rausch, Einkehr, Staunen und Zuversicht. 
(Instagram-Seite "MusikfestION", gepostet am 27.09.2026)

Zuversicht. 
Zuversicht einüben wie Musik. Sie bringt Menschen zusammen, verbindet.
Sie rauscht in mich hinein und sucht sich ihren Raum. Zuversicht wie ein Ohrwurm.
Ja, so kann es gehen: Dunkle Gedanken vertreiben. Diese anderen Melodien, die es gibt und immer gegeben hat, entdecken und zulassen. Einüben. 
Denn: 

Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jer 29,11)
 

Die Evangelische Morgenfeier

"Eine halbe Stunde zum Atemholen, Nachdenken und Besinnen" - der Radiosender Bayern 1 spielt die Evangelische Morgenfeier für seine Hörer:innen immer sonntags von 10.05 bis 10.30 Uhr. Dabei haben Pfarrer:innen aus ganz Bayern das Wort. "Es geht um persönliche Erfahrungen mit dem Glauben, die Dinge des Lebens - um Gott und die Welt."

Sonntagsblatt.de veröffentlicht die Evangelische Morgenfeier im Wortlaut jeden Sonntagvormittag an dieser Stelle.