26.03.2018
Reformprozess

PUK-Arbeitsgruppe "Digitaler Raum": Norbert Roth berichtet

Wie kann eine Theologie des Digitalen aussehen? Und was bedeutet Digitalität für Kirche? Norbert Roth informiert aus der Arbeitsgruppe "Digitale Räume".
PUK AG Digitaler Raum

Pfarrer Norbert Roth leitet die Arbeitsgruppe "Digitaler Raum" innerhalb des Reformprozesses "Profil & Konzentration" (PuK). Insgesamt gibt es sechs Arbeitsgruppen mit jeweils rund zehn Mitgliedern. Wir haben nachgefragt, wie die AGs arbeiten und welche Themen besonders wichtig sind.

 

Wie ist Ihre Arbeitsgruppe bislang vorgegangen?

Wir sind in der Digitalität angekommen. Auch die Kirche – bzw. die Menschen in ihr. Alltägliche Abläufe, Gewohnheiten, sogar Beziehungen kommen kaum mehr ohne "digitale Hilfe" aus. Kommunikation, Erinnerungen,  Termine und Bilder des soziales Lebens  geschehen in der "digitalen Welt". Die AG F hat die schöne Aufgabe, recht frei von bisher schon gewachsenen und somit normativen Strukturen, über Kirche im digitalen Raum nachzudenken. Dafür haben wir die BigFive benannt, an denen wir in Kleingruppen arbeiten:
a) Verwaltung,
b) Kommunikation,
c) Öffentlichkeitsarbeit,
d) Kirchliches Handeln in der digitalen Welt und
f) Theologie im Digitalen bzw. Theologie des Digitalen.

Das Ziel der AG besteht darin, in diesen fünf Feldern umsetzbare Modelle zu beschreiben, die für die Ebenen der Landeskirche sinnvoll sind und auch initiiert und beschlossen werden können.
 

Welche Themen diskutieren Sie?

In einer der nächsten Sitzungen werden wir intensiv mit "Usern" sprechen, die sich völlig selbstverständlich in der digitalen Welt bewegen und in unterschiedlicher Nähe und Distanz zur Kirche und zum Evangelium stehen. Wir wollen sie in die Gruppe einladen und hören, wie sie mit kirchlichen Angeboten im Netz umgehen, ob und wie sie sie suchen, finden, benutzen – und wie nicht.
 

Wo sieht Ihre Arbeitsgruppe die größten Herausforderungen im PuK-Prozess?

Die AG sieht große Chancen im Digitalen – auch für den Auftrag der Kirche. Die Herausforderung wird sein, wie man konstruktiv mit den Entwicklungen umgeht und die Möglichkeiten und Grenzen auslotet, die sich aus den neuen Formaten, unendlichen Reichweiten, ständigen Verfügbarkeiten, Visualisierungen und Vernetzungen für die Gemeinden und für die Kirche als Ganze ergeben. Denn auch die Versprechen, die die digitale Welt macht – angefangen bei sanktionsfreien Kommunikationsmöglichkeiten, über ungehinderten Zugang zu allerlei Wissen bis hin zu virtuell-individueller Unsterblichkeit, erscheinen im Licht einer übergeordneten Instanz – nennen wir sie Gott – in ganz ambivalenten Schattierungen.

Kirchlicher Reformprozess: »Profil & Konzentration« (PUK)

Die bayerische Landeskirche hat 2016 mit einem umfassenden Reformprozess begonnen. Unter dem Titel "Profil und Konzentration" soll bis 2022 die Kirche grundlegend umstrukturiert werden. Das Sonntagsblatt begleitet den Prozess mit einer Artikelserie. Verlinken Sie uns: Alle Artikel zum Thema "Profil & Konzentration" finden Sie unter www.sonntagsblatt.de/puk

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Reformprozess: online@epv.de

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