Instagram führt ein neues Abomodell ein: Für 7,99 Euro im Monat können Nutzer*innen künftig werbefrei durch die App scrollen.

Klingt verlockend, doch was steckt hinter diesem Schritt wirklich? Statt Werbung bleibt nur noch die Wahl zwischen zahlen oder werben lassen – eine klare "Zwangsentscheidung", die viele User kritisch sehen. 

Warum sollte man für eine App zahlen, die bislang kostenlos war? Gerade für jüngere Nutzer*innen oder Menschen mit kleinerem Budget kann das schnell zur Barriere werden. Genau diese sollten aber doch weniger von Werbungen beeinflusst werden können.

Und was bedeutet das für den Alltag auf Instagram? Droht die Plattform zu einem Ort zu werden, an dem nur noch zahlende Kund*innen wirklich sorgenfrei unterwegs sind, während alle anderen mit immer mehr Werbung bombardiert werden? 

Was ändert sich nun?  

Eigentlich nicht wirklich viel. Ja, wenn man sich nicht für die kostenpflichtige Version von knapp 8 Euro entscheidet, muss man Werbung sehen.

Allerdings war das ja auch vorher der Fall. Damit ist die Werbung gemeint die z.B. beim Durchklicken der Storys angezeigt wird oder beim Scrollen durch den Feed. Diese sind wir mittlerweile bereits gewohnt, trotzdem ist sie natürlich oft zu viel und lästig. Ob sie nun mehr wird, gilt abzuwarten. 

Es bleibt also spannend, wie die Community auf dieses Modell reagiert – und ob Instagram damit langfristig Nutzer*innen verliert oder doch neue Einnahmen sichert.

Klar ist aber: Die Entscheidung "zahlen oder Werbung" ist ein weiterer Schritt in eine digitale Welt, in der unsere Aufmerksamkeit zunehmend zur Ware wird. 

Kommentare

Christian Kuffer am So, 10.08.2025 - 07:16 Link

Selbstverständlich sind Daten eine Handelsware, ob Ihnen das gefällt oder nicht. Und die Kunden erst mit Vorzugskonditionen zu ködern, um sie dann später zur Kasse zu bitten, ist auch wirklich nicht neu. Es gibt kein Grundrecht auf kostenlosen Zugang zu kommerziellen Online-Diensten, erst recht nicht zu werbefreien. Insofern: business as usual.