17. April 2021
"Woche für das Leben" 2021

Ökumenischer Gottesdienst aus Weißenburg zum Beginn der "Woche für das Leben" per Livestream

"Leben im Sterben" lautet das Motto der bundesweiten ökumenischen "Woche für das Leben" 2021. Sie findet in diesem Jahr vom 17. bis 24. April statt. Wir übertragen die regionale ökumenische Eröffnungsfeier für den Kirchenkreis Nürnberg und das Bistum Eichstätt am Samstag ab 15 Uhr live auf Youtube.

Am Samstag um 10.30 Uhr eröffneten Bischof Bätzing (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz), Landesbischof Bedford-Strohm sowie Regionalbischof Axel Piper (Kirchenkreis Augsburg) und Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg) die "Woche für das Leben" mit einem zentralen ökumenischen Gottesdienst im Augsburger Dom. 

Der Leitsatz der ökumenischen Woche lautet in diesem Jahr "Leben im Sterben". Sie rückt damit die Sorge um Schwerkranke oder Sterbende in den Mittelpunkt.

Eröffnungsgottesdienst per Livestream aus Weißenburg

Für das Bistum Eichstätt findet, ebenfalls am 17. April, um 15 Uhr in der Kapelle St. Nikolaus auf der Wülzburg, oberhalb von Weißenburg ein regionaler ökumenischer Eröffnungsgottesdienst statt. Der Gottesdienst mit der Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises Nürnberg, Elisabeth Hann von Weyhern, und dem Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke wird live im Internet übertragen. Die Fernsehredaktion des Bistums Eichstätt überträgt den Gottesdienst und auch über unseren Youtube-Kanal können Sie den Gottesdienst verfolgen.

Verschiedene Kooperationspartner aus der Region Franken bieten Unterstützung

Bei der meditativ gestalteten Andacht wird es kurze Impulse zum Thema geben. Zahlreiche Kooperationspartner, die sich um Sterbende und deren Angehörige kümmern, haben sich des Themas angenommen, darunter der Hospizverein Weißenburg und das SAPV-Team Südfranken. SAPV steht dabei als Abkürzung für "Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung", also die Begleitung schwerstkranker Menschen bis zu ihrem Tod und die Sorge um die Angehörigen.

Ziel ist es, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung zu fördern und zu verbessern und ein würdevolles Leben bis zum Tod in der vertrauten häuslichen Umgebung oder in einer stationären Pflegeeinrichtung zu ermöglichen. In den Eröffnungsgottesdienst eingebunden sind aber auch die zu den Rummelsberger Diensten gehörende Berufsfachschule für Altenpflege auf der Wülzburg, der Caritasverband des Bistums Eichstätt, die Bildungswerke und Dekanate der katholischen und evangelischen Kirche sowie das Klinikum Altmühlfranken und die Klinikseelsorge.

Themenheft mit Vorwort von Landesbischof Bedford-Strohm und Bischof Georg Bätzing

Im begleitenden Themenheft bekommen Interessierte medizinische, ethische und seelsorgerische Ansätze der Palliativversorgung. Im Vorwort schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm:

"Wir wollen noch konsequenter als bisher einen bedarfsgerechten Ausbau der palliativen und hospizlichen Begleitung sowie eine umfassende Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft fördern."

Die Kirchen trage eine gemeinsame Verantwortung mit vielen anderen Akteuren der Hospiz- und Palliativversorgung, die davon überzeugt seien, dass Menschenwürde mit dem Schutz des Lebens einhergeht:

"Der Mensch (ist) in jeder Phase seines Lebens von Gott und von uns als Christinnen und Christen angenommen. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen. Aus der Gottebenbildlichkeit des Menschen folgt für uns Christen seine unantastbare Würde, die uns verpflichtet, für den Schutz jedes menschlichen Lebens einzutreten. Dazu gehört es, Kranken und ihren Angehörigen in ihrer herausfordernden Situation beizustehen."

Die Bischöfe betonen: "Diese Perspektiven möchten wir stark machen, gerade auch vor dem Hintergrund der sich in Deutschland zurzeit verändernden Gesetzeslage hinsichtlich des Lebensendes."

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