7.01.2019
Flucht und Asyl

Regensburg will Bootsflüchtlinge aufnehmen

An Bord des Sea-Eye-Rettungsschiffes herrschen aktuell schlimme Zustände. Nun hat sich die Stadt Regensburg bereit erklärt Flüchtlinge, die der Regensburger Verein aus dem Mittelmeer gerettet hat aufzunehmen.
Sea-Eye

 Die Stadt Regensburg hat sich bereit erklärt, Flüchtlinge des Rettungsschiffes des Regensburger Vereins "Sea-Eye" aufzunehmen. Die Regensburger Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) will einer Mitteilung zufolge erneut Kontakt mit dem Kanzleramt und dem Bundesinnenministerium aufnehmen und dabei das Angebot der Stadt wiederholen, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. "Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Menschen ertrinken oder hilfesuchend auf dem Meer verbleiben - besonders bei dieser stürmischen Wetterlage", betonte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Bereits im letzten Jahr habe die Stadt Regensburg als Zeichen der Humanität und Solidarität angeboten, in Not geratene Geflüchtete aufzunehmen. "Solange Menschen auf der Flucht im Meer sterben, muss es intensive Anstrengungen geben, um die Geflüchteten gerecht in Europa zu verteilen und den Fluchtursachen zu begegnen", erklärt die Bürgermeisterin. Die Stadt setzt sich der Mitteilung zufolge gerade auch wegen der in Regensburg beheimateten Rettungsorganisation Sea-Eye e.V. besonders dafür ein, die Seenotrettung im Mittelmeer aus humanitären Gründen zu ermöglichen.

 

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Die private Regensburger Seenotrettungsorganisation Sea-Eye will ihre seit einem Monat ausgesetzte Rettungsmissionen im Mittelmeer fortsetzen. Wie sie mitteilte, sollen die Einsätze der beiden Schiffe Sea-Eye und Seefuchs in einem Bereich von 70 bis 90 Seemeilen vor der libyschen Küste stattfinden. Damit könne der "fortdauernden Bedrohung durch die libysche Küstenwache" Rechnung getragen werden und die Sicherheit der Crew werde nicht gefährdet.