Markus Springer

Redakteur | Kultur, Medien, Netzwelten
Markus Springer

Markus Springer ist Redakteur für Kultur, Medien und Netzwelten beim Sonntagsblatt. Zu seinen Leidenschaften zählen Absonderlichkeiten aus der Kirchengeschichte, München und die Marken (Hauptsache Italien) sowie Motorradreisen mit seiner unverwüstlichen BMW G/S 80 (Baujahr 1981).

THEMA-Hefte:

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Kommentar

Sächsischer Landesbischofs Carsten Rentzing
Der sächsische Landesbischof Carsten Rentzing, geboren 1967, war der jüngste EKD-Kirchenleiter. Letzte Woche hat er seinen Rücktritt angekündigt: Rentzing stolperte über völkisch-antidemokratische Texte, die er in seiner Studentenzeit als Redakteur der extrem rechten Zeitschrift "Fragmente" verfasste. Ein Kommentar vor Markus Springer.

Reformation

Martin Luther auf dem Wormser Reichstag 1521. Der Stich aus dem Jahr 1557 vermerkt erstmals Martin Luthers (lediglich) legendären Satz: »Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen.«
Beim Bier gibt es keine Konfessionsgrenzen. Das zeigt die Geschichte des Münchner Bockbiers - und was diese wiederum mit Martin Luther zu tun hat. Vor 400 Jahren holte der katholische bayerische Herzog Maximilian einen Braumeister mit dem schönen Namen Elias Pichler aus dem protestantischen Einbeck in sein Hofbräuhaus, damit er kein "Ketzerbier" mehr importieren musste. Ein folgenreicher Biertechnologietransfer über Konfessionsgrenzen hinweg.

Kommentar

Demonstrationen in Hongkong 2019
Seit Monaten protestieren Hunderttausende Menschen in Hongkong friedlich für Freiheit und Demokratie. China sind die Demonstrationen ein Dorn im Auge. Viele fürchten ein gewaltsames Eingreifen Pekings - mit Folgen wie 1989 auf dem »Platz des Himmlischen Friedens«. Aus den europäischen Demokratien hört man zu dem, was in Hongkong geschieht, vor allem eines: Schweigen.

Interview zum Start der ION 2019

Moritz Puschke, künstlerischer Leiter des Musikfests ION (Internationale Orgelwoche Nürnberg).
Alte "Spuren" aufnehmen und selbst neue legen will Moritz Puschke, 2019 erstmals Leiter der Internationalen Orgelwoche Nürnberg vom 28. Juni bis 13. Juli. Als "Musikfest ION" firmiert diese künftig – und mit dem Untertitel "Das internationale Festival für Geistliche Musik in Nürnberg". "Spuren", programmatisches Motto der ersten ION unter Puschkes Ägide, führen in Nürnberg auf mehreren Ebenen von der Vergangenheit in die Gegenwart.

Kommentar

Hausaufgabenhilfe: Betreuerin und Kinder mit Migrationshintergrund.
Apokalyptiker haben derzeit Konjunktur. Migration gleich Volkstod gleich Weltuntergang, krakeelen die einen. Für die anderen liegt die Apokalypse im Klimawandel. Weltuntergänge sind meist ausgeblieben, zeigt ein Blick in die Geschichte. Der soziale Kitt in der Gesellschaft bröckelt aber ganz konkret. Und für Ehrenamtliche ließe sich hier und heute relativ leicht relativ viel tun.

Der "Fondaco dei Tedeschi"

Fondaco dei Tedeschi in Venedig
Im Herzen Venedigs, gleich neben der Rialtobrücke, befand sich über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der deutschen Händler: der "Fondaco dei Tedeschi". Über den Fondaco gelangten die Gedanken der Reformation nach Venedig und Italien. Heimlich wurden hier evangelische Gottesdienste gefeiert. Nach langem Dornröschenschlaf ist der prachtvolle Komplex heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Reformationsgeschichte

Venedig: »Der Canale dei Maranni, wo die Inquisitoren des Staates die Verurteilten ertränken ließen«: Aquatinta von Giovanni Maria de Pian (1759/64-1800) nach einer Vorlage von Francesco Galimberti (1755-1803).
Gibt es eine Brücke zwischen dem evangelischen Mittelfranken und Venedig? Aktenkundig vielleicht erstmals in der Person des abenteuerlustigen Theologen Johann Georg Renner (1617-1659), den es in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs mit einem General in die Lagunenstadt verschlug. Dort predigte er heimlich in verbotenen evangelischen Gottesdiensten. Bis er aufflog und es zum Skandal kam.

Kommentar

Jerusalem - Blick über die Grabeskirche auf den Tempelberg und den Felsendom.
Viele Europäer blicken oft mit Kopfschütteln nach Israel: Schon wieder hat der Rechtsaußen Netanjahu die Wahlen gewonnen, immer noch geht beim Friedensprozess mit Palästina nichts voran. Wer soll das verstehen? Ein YouTube-Projekt des israelischen Konfliktforschers Corey Gil-Shuster konfrontiert Israelis und Palästinenser mit den ratlosen Fragen des Westens - die Antworten helfen gegen festgefahrene Meinungen.

Osterparadoxie

Erinnerung an Pessach und den "gebundenen Mondkalender" der Juden: Der Vollmond bestimmt den Ostertermin.
Ostern ist immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond? Von wegen! Wer in einen Kalender des Jahres 2019 schaut, sieht: Zwischen dem Frühlingsanfang am 20. März und dem Ostersonntag am 21. April liegen zwei Vollmonde. Wie kann das sein? Hätte Ostern nicht schon am 24. März gefeiert werden müssen? Warum im Jahr 2019 die bewährte Faustregel zur Bestimmung des Osterdatums nicht gilt – und warum das so selten vorkommt wie eine totale Sonnenfinsternis.

Des Rätsels Lösung

Das große Sonntagsblatt-Weihnachtsrätsel: Mitmachen, raten und einen von 100 wertvollen Preisen gewinnen!
Ein pöbelnder Mystiker, ein vertracktes Kreuzworträtsel, rätselhafte Zahlenspiele: Wie alt war Josef, als Jakob Manasse und Efraim segnete? Dazu ein rätselhafter heidnischer "Gnadengott", seltsame Zeichen und Pflanzen, – und singen mussten Sie auch noch. Auch 2018 war beim großen Sonntagsblatt-Weihnachtspreisrätsel ein Reigen an unterhaltsamen Knobeleien zu knacken. Hier sind die Antworten zum großen Sonntagsblatt-Weihnachtsrätsel 2018.