Susanne Schröder

Redakteurin
Susanne Schröder

Susanne Schröder, Jahrgang 1976, Studium der Neueren deutschen Literatur und der Politikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Volontariat beim Evangelischen Presseverband für Bayern. Redakteurin für Sonntagsblatt und epd im Kirchenkreis München und Oberbayern.

Seit 2002 schreibe ich als Redakteurin beim Evangelischen Sonntagsblatt über soziale Themen und kirchliches Umweltmanagement, Neubauprojekte und Strukturfragen, Ökumene und interreligiösen Dialog. Ich schätze diese Themenvielfalt. Geschichten interessieren mich – vor allem solche, die dicht am Menschen und an den Grundfragen des Lebens dran sind. Wie wollen wir alt werden? Wann darf ein Mensch sterben? Wie gehen wir mit Fremden um? Was tun wir für Außenseiter? Es beeindruckt mich immer wieder, wie viele Menschen mit leidenschaftlichem Ernst am Zusammenhalt der Gesellschaft arbeiten. Über sie zu schreiben, ist ein Privileg.

Kulturprojekt statt Verwahrlosung

Festival Sommer im Nussbaumpark.
Seit Jahren kämpft die Bischofskirche St. Matthäus am Sendlinger Tor gegen ungebetene Schlafgäste in den Eingängen, gegen Müll, Fäkalien und Gestank. Um das Problem in den Griff zu bekommen, hatte sich der Kirchenvorstand entschlossen, Gitter an den Eingängen anzubringen. Jetzt wird der Beschluss erst mal ausgesetzt: Denn am 11. Juni startet der »Sommer im Nußbaumpark«, eine Aktion der Kreativtruppe von »Urban League«, die aus dem verödeten Park wieder ein lebendiges Zentrum machen will. Und die Matthäuskirche? Ist mittendrin.
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St. Ottilien am Ammersee

Mönch mit Talmud.
Kloster, Lazarett, DP-Camp: Die Benediktinerabtei St. Ottilien erlebte zwischen 1941 und 1948 eine bewegte Zeit. Nach Kriegsende lebten mehr als 5000 jüdische Überlebende, die nicht gleich in ihre osteuropäische Heimat zurückkehren konnten, hier drei Jahre lang als "Displaced Persons". Mehr als 400 jüdische Kinder kamen im katholischen Kloster zur Welt. 2018 erinnert St. Ottilien mit Ausstellungen, Expertengesprächen und einer prominenten Geigerin an diese bislang kaum beachtete Zeit.
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Tonstudio, Konzertsaal, Kirche

Klaus Geitner und Hartmut Küfner.
Er gehört zu den größten und ältesten Kirchenchören in der bayerischen Landeshauptstadt: Der Chor der evangelischen Himmelfahrtskirche Sendling feiert 100. Geburtstag. Zur Chorgeschichte gehören ein blinder Organist, ein BR-Aufnahmeleiter, eine Briefmarke, ein sanfter Diktator - und natürlich einer, der (fast) alles miterlebt hat: Hartmut Küfners Familie ist dem Chor seit 98 Jahren treu.
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Spiritueller Impuls

Ikone des Seraphim von Sarow.
Anders als im westlichen Christentum, das keine "Erleuchteten" kennt, hat sich in den orthodoxen Ostkirchen schon früh die Institution des "Starez" und der "Stariza" entwickelt - das ist Kirchenslawisch und bedeutet Greis und Greisin. Ein berühmter Starez war der Russe Seraphim von Sarow. Seine Gedanken taugen auch 200 Jahre später noch als Impuls für den Alltag.
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Musik & Wirkung

Kantor Michael Roth.
Singen oder Brummen? Einstimmen oder lieber schweigen? Michael Roth ist seit 2012 Kantor an der evangelischen Markuskirche München. Seit 2014 lädt er im Dezember zum Adventsliedersingen und im Sommerhalbjahr zu einem "Evensong". Was Menschen am gemeinsamen Singen reizt und warum man keine Angst haben sollte, sich dabei zu blamieren, erklärt er im Interview.
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