Susanne Schröder

Redakteurin
Susanne Schröder

Susanne Schröder, Jahrgang 1976, Studium der Neueren deutschen Literatur und der Politikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Volontariat beim Evangelischen Presseverband für Bayern. Redakteurin für Sonntagsblatt und epd im Kirchenkreis München und Oberbayern.

Seit 2002 schreibe ich als Redakteurin beim Evangelischen Sonntagsblatt über soziale Themen und kirchliches Umweltmanagement, Neubauprojekte und Strukturfragen, Ökumene und interreligiösen Dialog. Ich schätze diese Themenvielfalt. Geschichten interessieren mich – vor allem solche, die dicht am Menschen und an den Grundfragen des Lebens dran sind. Wie wollen wir alt werden? Wann darf ein Mensch sterben? Wie gehen wir mit Fremden um? Was tun wir für Außenseiter? Es beeindruckt mich immer wieder, wie viele Menschen mit leidenschaftlichem Ernst am Zusammenhalt der Gesellschaft arbeiten. Über sie zu schreiben, ist ein Privileg.

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Lebensgeschichten von Toten

Buch Todesursache Flucht Cover
Ertrunken, verdurstet, erhängt: Das Buch "Todesursache: Flucht" will Fluchtopfern einen Namen geben. Dafür haben die Autorinnen Kristina Milz und Anja Tuckermann anhand der Liste des "United"-Netzwerks Lebensgeschichten recherchiert. Wer war Fatim Jawara? Was hat Zaki Adam erlebt? Und warum sind sie gestorben? Porträts, die Liste der Toten und Gastbeiträge prominenter Autoren ergeben zusammen ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit.

Sechs Kirchen und ein Sultan

Pfarrerin Uli Wilhelm vor der Johanneskirche.
Garmisch-Partenkirchen ist ein Ort der Superlative: der höchste Berg, die steilste Abfahrt, die meisten Touristen, der dickste Stau. Doch weil das Tagungsprogramm für einen Fahrt auf die Zugspitze keine Zeit lässt, auf der Kandahar kaum Schnee liegt und die meisten Synodalen mit der Bahn anreisen, bleibt der Blick frei für das ganz normale Leben – und das ist auch in GAPA schon spannend genug.

80 Jahre Novemberpogrom

Holocaust Zeitzeuge Walter Joelsen
Weil sein Vater jüdische Wurzeln hatte, wurde Walter Joelsen (Jahrgang 1926) als sogenannter "Halbjude" von den Nazis verfolgt. Im Gedenkgottesdienst zu 80 Jahre Novemberpogrom spricht der 92-jährige Zeitzeuge am 18. November in der Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau über seine Erfahrungen.

Speed-Dating, Quiz und Wette

Wahl-Wette der Pfarrer Gottswinter und Stegmann
Ein Kreuz für mehr Beteiligung: Am 21. Oktober werden in 150 Gemeinden in München und Oberbayern neue Kirchenvorstände gewählt. 12,8 Prozent der Wahlberechtigten im Kirchenkreis gaben bei der letzten Wahl 2012 ihre Stimme ab. Zu wenig, finden manche Gemeinden – und versuchen, mit witzigen Aktionen mehr Wähler an die Urnen zu locken.

Bayerisches Bündnis bei UN in Genf

Philip Büttner
Als Vertreter des bayernweiten Bündnisses "Rechte statt Reste" spricht Philip Büttner vom evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) am Montag 24. September 2018 vor einem UN-Ausschuss in Genf, der die Einhaltung des UN-Sozialpakts in Deutschland überprüft. Der Soziologe plädiert im Namen von Kirchen und Gewerkschaften für höhere Hartz-IV-Sätze und ein transparenteres Berechnungsverfahren.

Dokumentation

Euro Lebensstandard Kasse Geld Geldschein
Der UN-Sozialpakt ist eines der ältesten Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen. Deutschland ist seit 1973 Mitglied. Etwa alle fünf Jahre überprüft ein Ausschuss die Umsetzung des Sozialpakts in den Vertragsstaaten. Am Montag 24. September 2018 steht in Genf der 6. Staatenbericht der Bundesregierung auf dem Prüfstand. 12 Nicht-Regierungsorganisationen haben Parallelberichte dazu eingereicht. Auszüge aus den Texten mit Fokus auf der Frage: Was ist ein angemessener Lebensstandard?

UN-Sozialpakt in Deutschland

Armut Geldschein Hände
7 Millionen Menschen in Deutschland erhalten Hartz IV, davon 2 Millionen Kinder. Viele dieser Menschen sind arm: Sie können kein vollwertiges Essen kaufen, den Strom nicht bezahlen, haben kein Geld, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Seit Jahren kritisiert die Diakonie Bayern, dass der Regelsatz von Hartz IV zu niedrig ist. Jetzt kämpft sie mit dem bayerischen Bündnis "Rechte statt Reste" bei einer UN-Sitzung in Genf für eine Neuberechnung des Existenzminimus.

Gedenken an Münchner NS-Opfer

Stolperstein Ernst Lossa Irsee
Gedenken auf Augenhöhe oder mit Verbeugung? Wandtafeln oder Stolpersteine? Die Debatte um die richtige Erinnerungsform für die rund 10.000 Münchner NS-Opfer geht weiter. Ein Verein will jetzt ein Bürgerbegehren für Stolpersteine in München auf die Beine stellen - und übt Kritik am Alternativkonzept "Erinnerungszeichen" der Stadt.

Seelisches Immunsystem

Gute Laune - schlechte Laune
Manche Menschen verdauen Misserfolge, Druck oder Stress besser als andere und gehen sogar gestärkt aus Krisen hervor. Psychologen nennen diese Eigenschaft "Resilienz". Die gute Nachricht: Die psychische Widerstandskraft, auch "seelisches Immunsystem" genannt, kann man trainieren. Sechs praktische Übungen, wie das im Alltag geht.