18.02.2019
Medien

Sind wir nicht alle ein bisschen Smombie?

Es klingt eigentlich ganz putzig: Smombie - doch hier handelt es sich um eine Wortkombination aus Smartphone und Zombie. Wer hat sich noch nicht über Handynutzer amüsiert, die vom Weg abkommen oder gegen Straßenmasten knallen, weil sie nicht darauf achten, wohin sie gehen. Micha Götz hat sich umgehört, ab wann wir vom Benutzer zum Abhängigen werden
Smombies - eine Verbindung aus Smartphone und Zombie - treffen wir schon täglich. Unterwegs, an Wartestellen und zuhause. Ab wann wird das Handy zur Sucht? Micha Götz fragt nach

Markus Salinger, Oberarzt der Klinischen Suchtmedizin am Bezirkskrankenhaus Bayreuth gibt Entwarnung. Es komme immer auf die speziellen Umstände jedes Einzelnen an, wie häufig ein Handy genutzt werden und wie dringend es immer dabei sein müsse.

Wem es körperlich schlecht geht, Schweißausbrücke bekommt und zittert, bloß weil der Akkustand auf 20% gesunken ist, sollte sich allerdings Gedanken machen.  Der Arzt rät: den Bildschirm auf schwarz-weiß umstellen. Damit sinkt das Suchtpotential der kleinen Kästchen schon erheblich. Außerdem sollte jeder von uns darüber nachdenken, ob es wirklich nötig ist, zu jeder Tages- und Nachtzeit Mails und Nachrichten zu verschicken.

Das beste Training ist allerdings, das Smartphone auch hin und wieder einfach auszuschalten und wegzulegen und sich auf seine derzeitige Umgebung zu konzentrieren. Warum nicht jetzt?

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