Adolf Hitler

Musik im Nationalsozialismus

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Sie wäre die Krönung der aufwändigsten Selbstinszenierung der Nationalsozialisten überhaupt geworden. Doch kurz vor ihrem ersten Einsatz wurde der Reichsparteitag 1939 abgesagt, und Friedrich Jungs "Feierstunde" nie gespielt. Der Bayreuther Musikwissenschaftler Tobias Reichard hat zumindest einen Teil dieses gewaltigen Musikwerks in einem Berliner Archiv entdeckt. Es spielt auch in der Ausstellung "Hitler.Macht.Oper" im Nürnberger Doku-Zentrum eine Rolle.

Protestantismus

Karl Barth
Er stellte sich gegen Adolf Hitler, protestierte gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik und warnte vor einer geistlosen Konsum-Gesellschaft. Der streitbare Schweizer Karl Barth (1886-1968) war jahrzehntelang die mutigste und prägnanteste Stimme des Protestantismus. Vor 50 Jahren, am 10. Dezember 1968, starb der "Kirchenvater des 20. Jahrhunderts" im Alter von 82 Jahren in seinem Geburtsort Basel.

Geschichte

Brennende Synagoge in Ludwigsburg - Reichspogromnacht 9./10. November 1938
Der 9. November ist ein "Schicksalstag" der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1989 – von der Revolution bis zum Mauerfall häufen sich an diesem Datum die historischen Wendepunkte. Nach der Wiedervereinigung war der 9. November als Nationalfeiertag im Gespräch. Doch der 9. November war auch der Höhepunkt der Novemberpogrome 1938: Euphemistisch als "Reichskristallnacht" bezeichnet, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die in einen industriell betriebenen Völkermord mündete.

Ausstellung

Josef Scharl, Masken, 1931, Galerie Michael Haas © Susanne Fiegel
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Er gehört zur sogenannten »verschollenen Generation« von Künstlern, deren Arbeit die Nationalsozialisten als »entartet« diffamierten, die aber nach dem Krieg in Vergessenheit gerieten. In Bremen wird dem gebürtigen Münchner Josef Scharl eine Ausstellung gewidmet. Sie zeigt: ein hochpolitisches Werk. 2019 ist sie in der bayerischen Heimat des Künstlers zu sehen - im Buchheim-Museum am Starnberger See.

Kirche und Nationalsozialismus

Abmarsch aus der Missionsanstalt: Schüler des Neuendettelsauer Missionsseminars bildeten einen eigenen SA-Trupp. Das Foto entstand 1935.
Umfassend, abgründig, fesselnd: Der Historiker Hans Rößler (geb. 1935) hat die Geschichte der Protestantismus-Hochburg Neuendettelsau in der NS-Zeit geschrieben. Für sein Buch "National­sozialismus in der fränkischen Provinz. Neuendettelsau unterm Hakenkreuz" erhält Rößler nun den Pechmann-Preis der bayerischen evangelischen Landeskirche.

Hitlerglocke Herxheim

Der Turm der Jakobskirche in Herxheim am Berg, in dem eine »Hitlerglocke« schlägt.
Der Herxheimer Gemeinderat hat ein Gutachten über die Glocke mit Hakenkreuz in der evangelischen Jakobskirche in Auftrag gegeben. Auch in der Wendelinuskapelle im ebenfalls pfälzischen Essingen wird eine "Hitlerglocke" vermutet. Als ehemalige Simultankapelle gehört sie Katholiken und Protestanten gemeinsam.

Geschichte NS-Zeit

Adolf Hitler hinter Gittern in Untersuchungshaft am 30. November 1923. In Landsberg wird er »Mein Kampf« schreiben. Und ein Amtsarzt wird interessante Details in die Krankenakte schreiben.
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Es gibt Dinge, die will man eigentlich gar nicht so genau wissen, die aber dennoch Stoff für Klatsch und daher unerhört interessant sind. Zum Beispiel, ob Adolf Hitler wirklich nur einen Hoden hatte, wie bereits zu seinen Lebzeiten vorwiegend von britischen Soldaten gesungen wurde. Der Nürnberger Historiker Peter Fleischmann hat in seinem Buch "Hitler als Häftling" aber weitaus mehr als den Beweis dieser pikanten Geschichte erbracht. Sein Fazit: Ohne die wohlwollende Behandlung durch bayerische Behörden wäre der "Führer" nie so weit gekommen.

Kirche und NS-Zeit

»Alles für's Vaterland - Adolf Hitler« steht zusammen mit einem Hakenkreuz auf einer Glocke in der Herxheimer protestantischen Kirche.
Was ist der richtige Umgang mit einer Kirchenglocke mit Hakenkreuz und der Zeile "Alles für‘s Vaterland – Adolf Hitler"? Schon seit mehreren Monaten wird darüber in der rheinland-pfälzischen Kirchengemeinde Herxheim am Berg diskutiert, mittlerweile berichten sogar schon Medien im Ausland über die Geschichte. Am Montag, 28. August will der Gemeinderat über die Zukunft der Glocke beschließen.