Richard Rohr

Theologie im TV

Markus Springer Don, 07.05.2020 - 12:00
Lisa Simpson befragt Pastor Bode Wright, warum er einst eine Bibel verbrannte. Die Bücher vor ihm, »Accidental Saints« (Unheilige Heilige) von Nadia Bolz-Weber und »The Universal Christ« (Die Wiederentdeckung des universalen Christus) von Richard Rohr, sind Bestseller zeitgenössischer liberaler Theologie.
Oft herzhaft lustig, nie moralisierend, aber hintergründig und so eben doch hoch moralisch: Es hat Gründe, warum "The Simpsons" die am längsten laufende Fernsehserie in den USA ist. Religion spielt oft eine wichtige Rolle – so wie in den neuesten Folgen: Ein neuer, sehr cooler Pfarrer sorgt für eine Renaissance des Glaubenslebens. Und hat dabei die aus dem Sonntagsblatt bekannten Theologen Nadia Bolz-Weber (»Accidental Saints«) und Richard Rohr (»The Universal Christ«) im Gepäck.

Buchtipp

adamsreturn.at / Peter Fiala
Richard Rohr, 1943 in Kansas geboren, ist einer der bedeutendsten christlichen Mystiker und spirituellen Lehrer unserer Zeit. In "Was die Bibel uns zu sagen hat" legt der Franziskanerpater Rechenschaft ab über den eigenen Zugang zur Bibel, über seine "Hermeneutik". Ein lesenswerter und erhellender, ein inspirierter und inspirierender Text – wie alle Bücher Rohrs. Zu seinen Gaben gehört, komplex zu denken und verständlich zu sprechen.

Mystik, Materie und Geist

Der Franziskanerpater, Mystiker und Erfolgsautor Richard Rohr im Interview mit dem Sonntagsblatt.
Richard Rohr wurde am 20. März 1943 in Topeka im ländlichen Kansas, also in den USA, geboren. Mit 14 ging er von zu Hause weg und zog nach Cincinnati. Dort trat er mit 18 in den Franziskaner-Orden ein. Er hat unzählige Bücher geschrieben und gilt heute als einer der bedeutendsten christlichen Mystiker und spirituellen Lehrer unserer Zeit. Der an Krebs erkrankte Theologe war noch einmal zu zwei Vorträgen in Bayern. Markus Springer hat ihn interviewt.

Franziskanerpater

Richard Rohr im Franziskaner-Habit.
Am 1. Juni 2012 wird der US-amerikanische Franziskanerpater Richard Rohr in der Münchner Lukaskirche wahrscheinlich zum letzten Mal einen öffentlichen Vortrag in Deutschland halten. Das Thema: "Pure Präsenz - Was uns die Mystiker lehren". Die Rede dürfte eine Art "Vermächtnis" werden. Da Rohr nächstes Jahr 70 wird, will er künftig das Reisen drastisch einschränken und vor allem in seinem eigenen geistlichen Bildungshaus in New Mexico tätig sein.