Gottesdienst in Corona-Zeiten
Tobias Sturm aus der Oberpfalz hat eine Idee entwickelt, die es katholischen Christen wieder möglich macht, sich in der Kirche mit Weihwasser zu bekreuzigen. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde das Befüllen der Weihwasserbecken aus hygienischen Gründen verboten.
Dieser Weihwasserspender steht bereits in einer Kirche.

"Mit dem Weihwasserspender per Fußdruck ist das Nehmen von Weihwasser hygienisch und kann damit endlich wieder Bestandteil der Liturgie werden", beschreibt der Erfinder Tobias Sturm aus Hemau seine Idee eines modernen Weihwasserspenders auf seiner Website. 

Sturm arbeitet seit Jahren an Soßen- und Hygienespenderkonzepten - die Idee, auch Weihwasser in der Kirche über einen Spender zu verteilen, kam ihm jedoch durch seine Frau.

Die sei betrübt darüber gewesen, dass der katholische Gottesdienstablauf nach der Wiedereröffnung der Kirchen so ungewohnt war, heißt es auf der Webseite. Keine Musik, keine Ministranten und eben kein Bekreuzigen mit Weihwasser beim Betreten der Kirche. 

Hygienischer Weihwasserspender

Da kam Sturm die Idee, einen Mechanismus zu entwickeln, bei dem Gottesdienstbesucher an dem Gerät aus Edelstahl lediglich ein Fußpedal betätigen müssen, um Weihwasser aus einem Hahn direkt in die Hände zu empfangen.

Weihwasser aus dem Spender

Durch die kontaktlose Benutzung ist der Spender hygienisch unbedenklich und kann auch in Corona-Zeiten verwendet werden.

"Das Weihwasser kehrt zurück in die Kirchen", beschreibt Sturm das Phänomen.

Ein Phänomen, das allerdings auch seinen Preis hat. 645 Euro kostet der Weihwasserspender aktuell - als Lieferzeit werden zehn bis 14 Tage angegeben. 

Doch mit seiner Idee scheint der Bayer einen Nerv getroffen zu haben: 25 bayerische Pfarrgemeinden hat Sturms Start-up laut eigenen Angaben in den vergangenen zwei Wochen bereits ausgestattet, Tag für Tag würden neue Bestellungen eintrudeln.

Das nächste Ziel des Bayern: Von seiner Erfindung leben zu können.

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