In bayerischen Gesetzen und staatlichen Leitfäden soll es auch künftig keine Gendersternchen geben. "Wir wollen Freiheit, aber keine Überforderung", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts am Dienstag in München. So sollen die staatlichen Texte zwar hinsichtlich geschlechtergerechter Sprache überarbeitet werden, "aber mit Augenmaß", sagte der CSU-Chef.

Sternchen, Binnen-I oder Sprachersatz ("Elternteil" statt "Vater" und "Mutter") werde es nicht geben, betonte Söder. Auch soll es keine Sanktionen etwa in Form von schlechteren Noten in der Schule geben, wenn jemand keine geschlechtergerechte Sprache verwende. Man werde die Texte aber daraufhin überprüfen, wo durch den Einsatz beider Formen - also etwa "Bürgerinnen und Bürger" - sensibler mit der Sprache umgegangen werden kann.

"Ich will keinen Zweifel daran lassen, dass Gleichberechtigung für uns selbstverständlich ist", betonte Söder. Es gebe da auch für die CSU "noch einiges zu lernen", gestand er ein. Doch er sei gegen Über- und für Augenmaß - ganz gemäß der Devise "Leben und Leben lassen".

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