Kontrapunkt zum Leistungsdenken
Die beiden großen christlichen Kirchen starten mit der Veranstaltungswoche "Wenn der Berg ruft". Damit wollen sie in der Zugspitzregion die sanfte Seite der Berge zeigen. Es gibt Gottesdienste, Filme und Gesprächsabende.
Die Zugspitze
Die Zugspitze, höchster Berg Deutschlands.

Mit der Veranstaltungswoche "Wenn der Berg ruft" (12. bis 19. September) wollen die Kirchen in der Zugspitzregion die sanfte Seite der Berge zeigen. In Zeiten des "Overtourism", des Leistungsdenkens und der Bedrohung von natürlichen Lebensräumen wolle man einen "Kontrapunkt" setzen, sagte die evangelische Pfarrerin in Garmisch-Partenkirchen, Ulrike Wilhelm. Offenbar gelinge es im Gebirge besonders gut, Abstand zum Alltag zu gewinnen und zu sich selbst zu finden.

Gottesdienste, Filme und Gesprächsabende

Eröffnet wird die Veranstaltungswoche laut Flyer mit einem ökumenischen Gottesdienst an diesem Sonntag (12. September) unter dem Motto "Gipfebrenna" in der evangelischen Erlöserkirche Grainau. Im Anschluss soll die Ausstellung "Der Gipfel ist mehr als ein Sportgerät", wo Künstler aus der Region ihre Beiträge präsentieren, eröffnet werden.

Am Montag (13. September, 19 Uhr) etwa ist ein Film- und Gesprächsabend zum Thema "Bergerlebnisse und ihre Grenzen" geplant. Zu Gast sind eine beinamputierte Kletterin und Skitourengeherin sowie eine Krankenschwester, die ein Kletter-Projekt für Menschen mit Demenz initiiert hat. Am Dienstag (14. September, 20 Uhr) geht es um den klimabedingten Gletscherrückgang.

Der Berg ruft

Zum Abschluss am Sonntag (19. September, 12 Uhr) gibt es einen Berggottesdienst auf dem Wank. Die Veranstaltungswoche "Wenn der Berg ruft - Forum Berg und Religion" ist eine Kooperation des Katholischen Kreisbildungswerks Garmisch-Partenkirchen und der evangelischen Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen.

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