Wie tief die Gräben innerhalb der Kirchen tatsächlich verlaufen, darüber wird seit Jahren diskutiert – belastbare Daten dazu gibt es bislang jedoch kaum.
Eine nun gestartete bundesweite Befragung will das ändern: Der Verein futur2 untersucht erstmals systematisch, wie Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirche Polarisierung innerhalb ihrer Gemeinden und kirchlichen Debatten wahrnehmen.
Polarisierung in den Kirchen erstmals systematisch untersucht
Im Fokus stehen Konfliktfelder, die die Kirchen seit Jahren prägen – darunter der Synodale Weg, Fragen der Friedensethik, das Frauenpriestertum oder der Umgang mit Rechtspopulismus.
Erfasst werden soll unter anderem, welche Themen als besonders konfliktgeladen gelten, wie stark Spannungen erlebt werden und wie groß die Distanz zwischen unterschiedlichen Positionen wahrgenommen wird.
Frauenpriestertum bis Rechtspopulismus: Wo Konflikte sichtbar werden
Die anonymisierte Online-Befragung richtet sich an alle Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland und läuft bis zum 31. Juli.
Die Initiator:innen betonen, dass die Erhebung keine repräsentativen Aussagen über die Kirchen insgesamt ermöglichen werde, bei breiter Beteiligung aber ein differenziertes Bild innerkirchlicher Konfliktwahrnehmungen liefern könne.
Die Ergebnisse sollen in den Strategiekongress 2026 einfließen, der sich mit Zukunftsfragen von Kirche und Gesellschaft beschäftigt.
Teilnahme an der Befragung
Wer kann teilnehmen?
Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland. Die Teilnahme ist anonym.
Hier geht's zur pik-Studie.
Dauer: etwa 15 bis 20 Minuten
Laufzeit: bis 31. Juli 2026