10.03.2018
Digitalisierung

Faktenchek, Streaming und Esport: Fünf Startups der Medienbranche

Sie heißen Plantura, Shelfd oder Fact Fox und wollen die Medienlandschaft verändern. Wir stellen fünf digitale Startups aus der Verlags- und Medienbranche vor.
Startups der Medienbranche

In Bayern gibt es eine ganze Reihe von Startups aus dem Medienbereich. Gefördert werden die jungen Gründerinnen und Gründer unter anderem durch das Media Lab der Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM). Die Startups haben natürlich eine Monetarisierung ihrer Produkte zum Ziel - doch suchen sie dafür nach neuen Wegen. Wir stellen fünf Startups vor.

1. Plantura

Das digitale Gartenmagazin Plantura setzt auf Daten. Über Crawling und Natural Language Processing werden im Netz die Themen identifiziert, über die gerade viel diskutiert wird. Dann erst setzen sich die Redakteure hin und recherchieren für einen eigenen Beitrag. Finanzieren will sich das Magazin über "sinnstiftende und mehrwertgenerierende Produktplatzierungen", wie Gründerin Melissa Raupach erklärt.

Plantura

2. Shelfd

Shelfd ist eine Plattform für Cineasten: Das Redaktionsteam um Redakteur David Streit kuratiert die Playlisten der Filmplattformen wie Arte oder ARD. "Wir helfen Nutzern, ihr Streaming-Erlebnis zu individualisieren", sagt Streit. Ziel des Startups ist es eine Plattform zu bauen, auf der man alle denkbaren Mediatheken über eine einzige Oberfläche bedienen kann. Nutzer erhalten personalisierte Empfehlungen, und Produzenten können ihre Inhalte der Wunsch-Zielgruppe bereitstellen. Auf der Webseite werden die besten Filme kurz vorgestellt, außerdem informiert ein Newsletter über neue Filme. Die Monetarisierung soll über Partnerschaften und Themenwelten erfolgen.

Shelfd

3. FactFox

Mit automatisierten Antworten soll die Arbeit für Social-Media-Redakteure vereinfacht werden. Das Tool "FactFox" schlägt dem Redakteur "passgenau ermittelte Antwortmöglichkeiten auf Nutzerkommentare vor und ermöglicht so ein schnelleres Beantworten", sagt Gründerin Miriam Mogge. Durch die automatische Erfassung neuer Fakten im Redaktionsalltag soll die Antwortdatenbank weiter wachsen. Erprobt wurde das Tool bereits von der Nachrichtenagentur dpa, jetzt soll die App weiter ergänzt und an Medienhäuser verkauft werden.

4. Vivoico

Wie kann man Expertenwissen mit der Redaktionsarbeit vernetzen? Mit dem Dienst "Vivoico" will Gründer Manuel Gaitner redaktionelle Inhalte mit Zusatzinformationen durch Experten versehen. "So erhält der Nutzer zusätzlichen Mehrwert und die Publisher eine höhere Verweildauer auf ihren Seiten", erklärt Gaitner. Ziel des Systems sei es, die Nutzer auf die eigene Seite zu bringen, anstelle sie auf sozialen Netzwerken anzusprechen.

Manuel Gaitner von Vivoico

5. Voctag

Als Sprachgemeinschaft für Hörer versteht sich das Startup "Voctag". Auf der Plattform sollen Podcaster ihre Beiträge verwalten, aber vor allem mit den Hörerinnen und Hörern in Kontakt treten. Podcast-Hörer können über Sprachnachrichten Fragen stellen, auf Beiträge antworten, diskutieren und mit den Podcastern selbst kommunizieren. "Im Prinzip schaffen wir eine Art sprachbasierte Facebookgruppe", erklärt Gründer Philipp Wallinger.

Voctag

6. Shotcaller

Eine Community für den wachsenden Bereich von Computerspielen bildet die Nachrichtenplattform "theshotcaller".  Der digitale Trensport Esport setzt auf Hintergrundberichte und lange Interviews mit den Spielern. Zum Portal gehört auch die Organisation und Begleitung von großen Spiele-Events.

Shotcaller

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