Augsburg (epd). ADAC-Präsident Christian Reinicke hat Verständnis für die Anliegen der Aktivisten der "Letzten Generation" - nicht aber für die Wahl ihrer Protestmittel. "Man sollte auf junge Menschen hören, sind sie doch unsere Zukunft", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Die Aktivisten verträten Ziele, hinter denen "sich jeder versammeln kann". Er bezweifle jedoch, "dass die Klimakleber die richtigen Mittel wählen, um ihre berechtigten Ziele zu erreichen". Die Protestformen verärgerten zahlreiche Menschen. Man habe die Anliegen verstanden, sagte er: "Sie müssen sich nicht festkleben und Kartoffelbrei auf Kunstwerke werfen."

Reinicke erläuterte außerdem, dass er spritsparend Auto fahre: "Mit 130 habe ich nicht das Gefühl, langsamer als die Masse unterwegs zu sein. Und man tut auch etwas fürs Klima." Der ADAC habe seine Mitglieder zwar zum Spritsparen und damit Langsamer-Fahren aufgerufen - gegen ein allgemeines Tempolimit von 130 auf Autobahnen ist er dennoch. "Die Ampel-Regierung hat beschlossen, dass kein Tempolimit eingeführt wird. Damit ist die politische Entscheidung gefallen." Die ADAC-Mitglieder seien in dieser Frage gespalten, betonte er. "Solange das so ist, enthalten wir uns einer Bewertung."

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