Bamberg (epd). Von den drei großen evangelischen Stadtkirchen in Bamberg wird die evangelische Landeskirche in Zukunft nur noch zwei aus Kirchensteuermitteln mittragen. Wie das Dekanat Bamberg am Donnerstag mitteilte, muss sich das Team der Auferstehungskirche nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten umsehen. Grund dafür sind die Sparmaßnahmen der Landeskirche. Nur noch rund die Hälfte der kirchlichen Immobilien kann weiterhin durch Zuschüsse aus Kirchensteuern gefördert werden.

Die Auferstehungskirche sei zu groß und der finanzielle Aufwand auf Dauer nicht tragbar, heißt es in einer Broschüre für Gemeindeglieder, die laut Webseite der Gemeinde bereits im September über die Veränderung informiert worden sind. Innerhalb der nächsten Jahre müsse eine Lösung für die Zukunft des Kirchengebäudes gefunden werden, hieß es in der Mitteilung des Dekanats. Die Voraussetzungen dafür seien gut, denn die Kirche ist in einem renovierten Zustand.

Förderverein soll Finanzierung übernehmen

Eine Gruppe von Gemeindegliedern wolle einen Förderverein gründen. Jährlich sollen auf diese Weise rund 10.000 Euro, die für den Unterhalt der Kirche und einen Teil der Erhaltungsrücklagen nötig sind, zusammenkommen. Am 25. November findet um 19 Uhr die Gründungsversammlung des Fördervereins im Gemeindehaus der Auferstehungskirche statt.

Das Gebiet der Kirchengemeinde Auferstehungskirche umfasst laut Webseite den Bamberger Nordosten mit der Gartenstadt sowie die Gemeinde Litzendorf. Es gehören rund 3.000 Menschen zur Gemeinde. Es finde eine enge Kooperation mit der Kirchengemeinde Memmelsdorf-Lichteneiche statt. Die dortige Himmelfahrtskirche soll langfristig erhalten bleiben, heißt es in der Broschüre.