München (epd). Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Bayern begrüßt eine Stärkung der Freiwilligendienste durch das geplante "Bayernjahr". Es gebe aber mehrere Kriterien, die für ein Gelingen unerlässlich seien, teilte der Jugendverband am Mittwoch mit. So müsse etwa die Finanzierung geklärt werden. Je nach Ausgestaltung laufe das "Bayernjahr" Gefahr, aus dem Rahmen der Bundesförderung zu fallen und somit finanziell für die Trägerorganisationen nicht tragbar zu sein, hieß es.

Durch einen Beschluss des bayerischen Landtages wurde die Staatsregierung beauftragt, einen Freiwilligendienst unter dem Namen "Bayernjahr" zu konzipieren. Dieser soll grundsätzlich an die bereits bestehenden Freiwilligendienste anknüpfen, beinhalte aber auch wesentliche Änderungen. Beispielsweise sollen Freiwillige künftig mehrere Module bei mehreren Organisationen durchlaufen.

Bestehen auf Freiwilligkeit

Der BDKJ Bayern forderte außerdem, die pädagogische Begleitung der Jugendlichen weiter im Vordergrund zu halten und nicht durch staatspolitische Zwecke zu verdrängen. Die Freiwilligendienste müssten zudem weiterhin zivilgesellschaftlich organisiert bleiben. Neue Dienste müssten sich in den bestehenden Rechtsrahmen des Freiwilligendienstgesetzes einfügen. Der BDKJ Bayern unterstützt darüber hinaus die Forderung eines Stärkungsgesetzes, durch das Freiwilligendienste bundesweit auskömmlich und fair ausgestattet werden sollen.

Grundsätzliche Skepsis gebe es zur Idee, das Bayernjahr zu einem Pflichtjahr auszubauen. "Da haben wir die klare Haltung: Freiwilligkeit trägt, Freiwilligkeit ist Trumpf!", sagte Landespräses Markus Sturm laut Mitteilung. Er verwies auch auf den vorliegenden Beschluss des Landtages, laut dem das "Bayernjahr" ohne neue Haushaltsaufwendungen umgesetzt werden soll. Die Befürchtung sei, dass dafür andere Mittel im Sozialhaushalt gekürzt werden oder gar entfallen. "Hier muss der Auftrag an die Staatsregierung nochmal nachgeschärft werden", forderte Sturm.