München, Freising (epd). In einer Sonderausstellung mit dem Titel "S.O.S. Save our Souls!" zeigt das Diözesanmuseum Freising ab 20. Oktober Gemälde aus der italienischen Erdbebenregion im Osten des Landes. Die kostbaren Arbeiten aus Spätgotik und Renaissance seien nach den schweren Erdbeben der Jahre 2016 und 2017 aus den Trümmern von Kirchen geborgen und mit öffentlichen Geldern restauriert worden, teilte die Erzdiözese München und Freising am Donnerstag mit. Die Leitfrage der Ausstellung laute "Wir retten Kunst - rettet uns die Kunst?", so die Mitteilung.

Zu den Kunstwerken zählen Lorenzo Lottos "Verkündigung an Maria", Pietro Alamannos "Schutzmantelmadonna mit den Heiligen Genesius und Vinzenz Ferrer" oder Marco Palmezzanos gewaltiger Altar aus der Franziskanerkirche von Matelica. Der Audioguide zur Ausstellung bietet den Angaben zufolge einen Podcast-Rundgang aus ungewohnter Perspektive: In zehn kurzen Gesprächen führe dabei Bert te Wildt, Chefarzt der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen, durch die Ausstellung. Er betrachte die Bilder aus dem Blick des Psychotherapeuten und lege ihre "Geschichten über Schutz und Bindung, Leid und Schuld, Schönheit, Sinn und Trost" frei.