Die evangelische Kirche in Bayern plant umfassende Veränderungen: Künftig sollen Gemeinden viel stärker in Regionalgemeinden zusammenarbeiten. Auch die Personalstruktur soll sich massiv ändern. Bei der Herbsttagung der Landessynode vom 22. bis 25. November 2026 soll diese Umstrukturierung diskutiert und beschlossen werden.
Die 108 Synodalen treffen sich zu ihrer zweiten ordentlichen Tagung in der Synodalperiode 2026 bis 2032 im Amberger Congress Centrum (ACC). Die Tagung beginnt am Sonntag mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Paulanerkirche Amberg. Anschließend kommt das Kirchenparlament zu seiner ersten Plenarsitzung zusammen.
Haushalt und Strukturwandel als Themen der Landessynode
Zentrales Thema der Herbsttagung sind die Haushaltsberatungen. Nach Angaben der Landessynode werden unter anderem der Jahresabschluss 2025, der Haushalt für das Jahr 2027 sowie der Planungsrahmen für 2028 eingebracht und beraten. Vorgesehen sind außerdem Berichte aus den kirchenleitenden Gremien sowie Beratungen über Vorlagen, Anträge und Eingaben.
Zu Beginn der Tagung legt Landesbischof Christian Kopp seinen Bericht vor. Es gibt Berichte des Finanzausschusses und des Prüfungsausschusses für die Allgemeine Kirchenkasse. Daneben informiert der Landeskirchenrat über aktuelle Entwicklungen in der bayerischen Landeskirche.
Der Dienstag ist weitgehend den Beratungen in den ständigen Ausschüssen gewidmet. Anschließend befasst sich das Plenum mit den Vorlagen. Für den Abend sind zudem Berichte aus den Ausschüssen sowie Wahlen und Delegationen vorgesehen.
Am letzten Sitzungstag sollen die Synodalen über die Vorlagen beschließen. Auf dem Programm stehen außerdem Entscheidungen über Anträge und Eingaben.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehört der Bericht zum Arbeitsfeld Chancengerechtigkeit sowie ein Bericht einer gemischten Arbeitsgruppe zur Begleitung der Medienarbeit der ELKB vorgesehen.
Bayerische Landessynode
Was ist die Landessynode?
Die Landessynode ist eines der kirchenleitenden Gremien der Kirche, die den Kurs der evangelischen Landeskirche bestimmt. Die 108 Synodalen verabschieden Kirchengesetze, entscheiden in Personalfragen, beschließen den kirchlichen Haushalt und wählen den Landesbischof. Während die Herbsttagungen schwerpunktmäßig den kirchlichen Finanzen gewidmet sind, befasst sich das Kirchenparlament der 2,1 Millionen bayerischen Protestant:innen bei seinen Frühjahrstagungen mit inhaltlichen Fragen.
Das griechische Wort Synode bedeutet "gemeinsamer Weg" und "Versammlung zur Beratung". Die Synodalen werden von den rund 13.000 Kirchenvorstehern der Gemeinden gewählt. Nach dem evangelischen Grundsatz des "Priestertums aller Gläubigen" sind die Mehrzahl der Synodalen Laien, dazu kommen gewählte Vertreter aus der Pfarrerschaft, aus den theologischen Fakultäten der Universitäten und Jugendvertreter. Außerdem werden Mitglieder berufen, beispielsweise aus Parteien und Verbänden.
Die wichtigsten Links:
- Newsticker: Newsticker der Herbsttagung der Landessynode 2026
- Exklusives Interview mit dem Präsidium der Landessynode zu den Reformplänen der bayerischen Landeskirche
- Dossier zur Landessynode mit allen Artikeln und Hintergrundinformationen
- Youtube Sonntags
- Youtube Bayern-Evangelisch – Streaming live
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