Bamberg (epd). Mit einer Informationskampagne will das Erzbistum Bamberg darüber aufklären, wohin die Kirchensteuer fließt. Auf der Internetseite www.kirchensteuer-bewegt.de werde anhand konkreter Beispiele gezeigt, wie Kirchensteuermittel verwendet und welche Angebote und Einrichtungen damit finanziert werden, teilte das Erzbistum mit. Ab 2027 sei auch eine Briefbeilage zum persönlichen Kirchensteuerbescheid geplant.
Im Mittelpunkt der Kampagne stehe eine anschauliche Aufschlüsselung der Ausgaben im Bistumshaushalt am Beispiel von 100 Euro Kirchensteuer. 2026 fließen davon der Mitteilung zufolge unter anderem 30,90 Euro in die Kirche vor Ort, mit 20,40 Euro werden Bildung und Kultur finanziert, 9,40 Euro kommen Sozialen Diensten zugute, und 4,20 Euro werden für gesamtkirchliche Aufgaben wie kirchliche Hilfswerke und Mission bereitgestellt. Zu den Verwendungszwecken werden konkrete Beispiele genannt und Menschen hinter den Projekten vorgestellt, hieß es. Darüber hinaus werden organisatorische und rechtliche Fragen beantwortet.
Ziel: Seitenlange Tabellen vereinfachen
Finanzdirektor Mathias Vetter betonte, dass das Erzbistum Bamberg seit Langem die Haushaltspläne sowie in Finanzberichten die Jahresabschlüsse veröffentlicht. Diese seien jedoch viele Seiten lang und teilweise recht komplex. "Deshalb erachten wir es als sinnvollen Schritt, unsere Ausgaben, die zu einem wesentlichen Teil aus Kirchensteuern finanziert werden, vereinfacht und trotzdem nachvollziehbar darzustellen", sagte Vetter.
Insgesamt solle deutlich werden, welche Bedeutung die Kirchensteuer über die Finanzierung kirchlicher Strukturen hinaus hat. "Viele Menschen wissen gar nicht, was mit ihrer Kirchensteuer alles ermöglicht wird", sagte Generalvikar Georg Kestel. Die Kampagne wolle deshalb nicht nur Zahlen vermitteln, sondern auch zeigen, was hinter ihnen steckt.