Würzburg (epd). Das Institut für Gesundheit weltweit "medmissio" und das Universitätsklinikum Würzburg haben eine Spendenkampagne zur Bekämpfung von Tollwut in Tansania gestartet. Ziel der Initiative sei es, Betroffenen nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus einen schnelleren Zugang zu lebensrettenden Impfstoffen und medizinischer Versorgung zu ermöglichen, teilten die Initiatoren am Montag in Würzburg mit. Anlass ist der Welttollwuttag am 28. September.
Während eine Tollwutimpfung in Deutschland zur reisemedizinischen Vorsorge gehöre, sei die Lage in vielen Ländern des Globalen Südens prekär, hieß es. In Tansania stünden entsprechende Impfstoffe häufig nur in größeren, zentral gelegenen Einrichtungen zur Verfügung. Für Menschen in ländlichen Regionen bedeute dies oft weite und zeitkritische Wege.
Hohe Impfkosten überfordern Familien
Hinzu komme eine erhebliche finanzielle Belastung, erklärten die Einrichtungen. Eine Impfserie könne rund 100 Euro kosten, was die finanziellen Möglichkeiten vieler Familien in Tansania übersteige. Vor allem Kinder seien gefährdet, da ein Hundebiss ohne zeitnahe Behandlung zur tödlichen Gefahr werde.
Gesundheit dürfe nicht davon abhängen, wo jemand lebe oder wie viel Geld eine Familie besitze, erläuterten die Organisatoren. Tollwut sei durch rechtzeitige Impfungen vermeidbar. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit, regionalen Ärzteverbänden sowie der Catholic University of Health and Allied Sciences im tansanischen Mwanza.