Nürnberg (epd). Das Projekt "Kultouren für alle" von der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) in Nürnberg hat einen der beiden Inklusionspreise des Bezirks Mittelfranken bekommen. Die sogenannten "Kulttouren für alle" seien Stadtführungen, die von Menschen mit und ohne Behinderung entwickelt und geleitet würden, teilte die katholische Bildungs- und Tagungseinrichtung am Donnerstag mit. Seit vier Jahren vermittelten die Tandems aus zwei Personen neue Perspektiven auf die Stadt und schafften konkrete Teilhabe an kultureller Bildung. So könnten Interessierte zum Beispiel den Marktplatz, das Rathaus oder den historischen Schwurgerichtssaal kennenlernen.
Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster jetzt die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung. Er würdigte das Projekt als Beispiel dafür, wie Inklusion im Alltag gelingen kann. Stadtführungen würden so "für alle Menschen gleichermaßen zugänglich und erlebbar", heißt es in der Mitteilung.
Begegnungsort für alle
Neben dem Nürnberger Projekt hat den zweiten Inklusionspreis das Projekt "Inklusive Streuobstwiese" des Fachbereichs Autismus der Rummelsberger Diakonie in Hersbruck erhalten, allerdings bereits bei einer Feierstunde im August. Mit der Streuobstwiese habe der Fachbereich "einen vorurteilsfreien Begegnungsort geschaffen, an dem sich Menschen mit und ohne Behinderung frei bewegen können und Themen wie Umweltschutz, Naturbegegnung oder nachhaltiger Lebensstil vermittelt werden können", hieß es bei der Preisverleihung.
Der Bezirk Mittelfranken verleiht den Inklusionspreis jährlich. Er solle Anregung und Motivation sein, sich aktiv am Prozess der Veränderung und der Gleichberechtigung für Menschen zu beteiligen, hieß es.