München (epd). Das jüdische Helene-Habermann-Gymnasium in München ist am ersten Schultag nach den Ferien am neuen Standort eröffnet worden. Mit dem Umzug in die neuen Räume sei die Schule "auch wirklich zukunftsfähig", erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, am Dienstag laut Mitteilung. "Bildung hat bei uns in der Kultusgemeinde seit jeher oberste Priorität", so Knobloch.

Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek (CDU) erklärte bei dem Festakt, gerade der jungen Generation müsse man zeigen, "dass Jüdinnen und Juden selbstverständlich zu unserer Gesellschaft gehörten und wir dem Antisemitismus nicht weichen". Nur so könne erreicht werden, dass auch die junge jüdische Generation Deutschland als ihre Heimat begreifen könne. Es sei ein wichtiges Signal der Gemeinsamkeit, das Schule machen sollte, dass das Helene-Habermann-Gymnasium der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern auf dem Campus der Europäischen Schule München den Betrieb aufnehme, so Karliczek laut Mitteilung.

Mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten soll auf Dauer ein Schulbetrieb ohne Platzprobleme möglich sein. Damit gehe "die Aufbauphase des Helene-Habermann-Gymnasiums in die finale Phase", hatte Knobloch zuvor mitgeteilt. Den Schülerinnen und Schülern könnten am neuen Ort "optimale Lernbedingungen auf dem Weg zum Abitur" geboten werden. Die Einweihung des Gymnasiums am neuen Standortes im erst sechsten Jahr seines Bestehens sei "fast seine zweite Gründung".

Das Gymnasium trägt seit dem Frühjahr 2021 den Namen der 2019 verstorbenen Holocaust-Überlebenden Helene Habermann. Bis zum Ende des vergangenen Schuljahres war das Gymnasium in den Räumen des Jüdischen Gemeindezentrums am St.-Jakobs-Platz untergebracht.