Nürnberg (epd). Mit Filmen über Solidarität und Widerstand wollen die Organisatoren des 12. Internationalen Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte (NIHRFF) in Nürnberg in diesem Jahr Akzente setzen. Das Festivalteam gab am Montag das Programm vom 29. September bis zum 6. Oktober bekannt. Das Festival sei eine solidarische Plattform und ein Schaufenster für Filmemacherinnen und Filmemacher, die sich weltweit Menschenrechtsthemen annehmen, hieß es. Dies gelte vor allem in Pandemiezeiten, in denen global viele Menschen auch beim Thema Impfsolidarität ausgegrenzt würden.

Erstmals findet das größte und älteste Festival dieser Art in Deutschland in einer hybriden Form statt. Das diesjährige Programm zeige 41 Spiel- und Dokumentarfilme aus 31 Ländern. Im Wettbewerb um den "Internationalen Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte", der mit 2.500 Euro dotiert ist, sind acht Filme vertreten. Eröffnet wird das Festival mit dem Erstlingswerk "Pebbels" des indischen Regisseurs Vinothaj P.S. am 29. September um 19 Uhr in der Nürnberger Tafelhalle.

Man wolle Künstlerinnen und Künstlern, die sich dem zunehmenden Egoismus, gesellschaftlichen Spaltungen und kurzsichtigen nationalen Interessen, die gerade durch die COVID-19 Pandemie weltweit sichtbar werden, entgegenstellen Perspektiven und eine Plattform bieten, sagte Festivalleiterin Andrea Kuhn.

Erstmals können zwei Drittel der Festivalfilme auch von zu Hause aus angeschaut werden. Sie sind bundesweit mit der Plattform "Cinemalovers" abrufbar. Auch als Stream verfügbar sein wird eine Veranstaltung in Kooperation mit medico international am 6. Oktober (19 Uhr), in der es um "Globale Impfgerechtigkeit" geht.

Das Schulfilmprogramm Open Eyes für weiterführende Schulen aus Nürnberg und ganz Mittelfranken bietet sechs Filme mit aktuellen Themen zu Identität, Weltpolitik, Systemwechsel und Demokratie aus den Ländern Afghanistan, Deutschland, Frankreich und Mexiko an, hieß es. Eine mit fünf Schülerinnen und Schülern besetzte Jugendjury vergibt den Open Eyes-Jugendjurypreis.

Während der Festivaltage finden im Künstlerhaus Live-Filmgespräche mit Regisseurinnen und Regisseuren statt. Alle Filmgespräche und die Veranstaltungen dort sind auch als Streams auf dem YouTube-Kanal des Festivals unter https://www.youtube.com/NIHRFF verfügbar.

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