München, Regensburg (epd). Im Monat der Weltmission richtet das Missionswerk missio in diesem Jahr den Blick auf Madagaskar. Ordensfrauen, Bischöfe und Priester aus dem ostafrikanischen Inselstaat, die sich für Gerechtigkeit und soziale Gleichheit engagieren, seien im Oktober zu Gast in Bayern und im Bistum Speyer, teilte missio am Montag in München mit. Sie würden knapp vier Wochen lang durch Deutschland reisen und in Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Gottesdiensten über die schwierige Lage der Menschen in ihrer Heimat, die Folgen des Klimawandels und über das Engagement der katholischen Kirche dort berichten, hieß es weiter.

Korruption und staatliche Untätigkeit hätten einen Großteil der Bevölkerung Madagaskars unter die Armutsgrenze gedrückt, sagte missio-Präsident Monsignore Huber laut Mitteilung. "Vor allem auf dem Land übernimmt die Kirche einen Großteil der Aufgaben, die der Staat vernachlässigt." Die Projektpartnerinnen und Projektpartner vor Ort setzten sich trotz sehr begrenzter Mittel für die Verbesserung der Lebensbedingungen ein, ermöglichten Bildung, förderten Gesundheit, stärkten Entwicklung und Selbstständigkeit.

Größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit

Am 8. Oktober startet missio München um 10.30 Uhr mit dem traditionellen Aussendungsgottesdienst mit seinen Gästen aus Madagaskar im Münchner Haus der Weltkirche in den Monat der Weltmission. Zum Abschluss des Monats feiern der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und missio-Präsident Monsignore Huber zusammen mit den Gästen am 25. Oktober um 10 Uhr einen Festgottesdienst im Regensburger Dom.

Der Monat der Weltmission ist den Angaben zufolge die größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit und findet traditionell im Oktober statt. missio Aachen eröffnet den bundesweiten Weltmissionsmonat am 27. September im Aachener Dom.