Nürnberg (epd). Zum 550. Geburtstag des Malers Albrecht Dürer (1471-1528) in diesem Jahr erhält Nürnberg eine Dürer-Skulptur des Bildhauers Mihály Kolodko. Die Statuette sei ein Geschenk Ungarns an die Stadt, teilte das ungarische Generalkonsulat mit. Sie zeigt Dürer, wie er durch eine Tür geht. Am kommenden Donnerstag (30. September) soll das Kunstwerk im Park des Museums Tucherschloss enthüllt werden.

Die Skulptur soll zum Jubiläum daran erinnern, dass Nürnbergs berühmtester Sohn ungarische Wurzeln hat, hieß es. Sein Vater Albrecht Dürer der Ältere, ein Goldschmied, sei in dem Dorf Ajtós bei Jula im heutigen im Südosten von Ungarn geboren. Er ging nach Nürnberg, wo er den Familiennamen Dürer annahm, der die eingedeutschte Form des Herkunftsdorfes Ajtós (Tür) mit der Anpassung an die fränkische Aussprache sei, so das Generalkonsulat.

Der 1978 geborene Bildhauer Mihály Kolodko ist bekannt als "Guerilla-Bildhauer", der kleine, oft humorvolle Bronzeskulpturen an inzwischen 20 Orten in Budapest der Stadt aufstellte und mit ihnen sehr populär wurde. Die Miniaturstatuen wurden zu Kolodkos Markenzeichen, heißt es in der Mitteilung. Jede seiner Figuren sei von Geschichten, Botschaften und Anspielungen vor Ort geprägt. Neben Budapest und mehreren ungarischen Städten hat er auch kleine Skulpturen für den öffentlichen Raum in Stockholm, Rijeka oder Seoul geschaffen. Die Dürer-Statuette in Nürnberg ist seine dritte Figur in Bayern. Es stehen bereits "Ein Hoch auf das Oktoberfest!" an der Theresienwiese in München und eine Figur für Fürst Rákóczi an der Rákócziquelle in Landshut.

Der deutsche Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker Albrecht Dürer zählt mit seinen Gemälden, Zeichnungen, Kupferstichen und Holzschnitten zu den herausragenden Vertretern der Renaissance.

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