Nürnberg (epd). Nach mehr als fünf Jahren Umbau wird das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am 4. November mit einem Festakt offiziell wiedereröffnet. Seine neue Dauerausstellung "Nürnberg und die Reichsparteitage" erschließe "mit erweiterten Inhalten, abwechslungsreichen Zugängen und zeitgemäßen Präsentationsformen einen zentralen historischen Ort der nationalsozialistischen Diktatur für die Gegenwart", teilte die Stadt Nürnberg mit. Der Festakt finde genau 25 Jahre nach der ursprünglichen Eröffnung statt. Zuvor habe es seit dem 22. Mai einen Probebetrieb gegeben.
Die Erzählung der Ausstellung reicht vom Ende des Ersten Weltkriegs über die NS-Zeit und die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg bis ins Heute. Von Nürnberg weite sich der Blick zur nationalen und internationalen Geschichte. Auch das Gebäude selbst sei an das wachsende Aufgabenspektrum und den aktuellen technischen Standard musealer Bildungseinrichtungen angepasst worden, erklärte die Stadt.
Livestream der Eröffnung
Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Marcus König (CSU) halte Bundespräsident a.D. Christian Wulff die Festrede. Es folgten Grußworte von Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und des Freistaats Bayern. Das Team des Dokumentationszentrums gebe ergänzend einen kurzen inhaltlichen Impuls. Musikalisch begleitet werde der Festakt von den Nürnberger Symphonikern und der Staatsphilharmonie Nürnberg. Die Veranstaltung wird am 4. November ab 11 Uhr per Livestream auf der Internetseite des Dokuzentrums übertragen.