Prien am Chiemsee, Frankfurt a.M. (epd). Mit der Ökumenischen Friedensdekade 2026 wollen die Kirchen im Herbst ein Zeichen für Mut und gewaltfreies Engagement setzen. Unter dem Motto "couragiert widerständig" lade die Initiative vom 8. bis 18. November bundesweit dazu ein, sich mit Frieden und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) am Dienstag in Frankfurt am Main. Den Abschluss bilde am 18. November ein zentraler ökumenischer Gottesdienst in der Christuskirche im oberbayerischen Prien am Chiemsee.

Aktion vor dem Buß- und Bettag

Für die ACK in Deutschland werden der Vorsitzende, Reverend Christopher Easthill, und der stellvertretende Vorsitzende, der württembergische Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, mitwirken. Der Gottesdienst werde live im Internet übertragen, hieß es. Die Friedensdekade findet jeweils in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Die Idee stammt aus den Niederlanden und wurde 1980 in Deutschland übernommen. Die ACK und die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) gestalten die Initiative maßgeblich mit.

Der Veranstaltungsort stehe in besonderer Beziehung zur deutschen Geschichte. Von Prien aus richte sich der Blick auf die Insel Herrenchiemsee, wo im Sommer 1948 der Verfassungskonvent die Grundlagen für das heutige Grundgesetz erarbeitete, so die ACK. Der 1948 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gehören 21 Kirchen unterschiedlicher Traditionen an, weitere vier Kirchen sind Gastmitglieder und fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus.