Hilpoltstein (epd). Der bayerische Naturschutzverband LBV appelliert an alle, reifes Obst von Streuobstwiesen zu ernten und zu verwerten. Gerade im Herbst blieben Äpfel, Birnen und andere Früchte häufig an den Bäumen hängen oder auf dem Boden liegen, erklärte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) am Mittwoch. Dabei sei der Genuss regionaler Lebensmittel sehr sinnvoll: Das Obst sei gesund, die Umwelt würde durch kurze Transportwege geschont und die Ernte wirke sich positiv auf den Artenschutz aus.

Die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen sei für viele Besitzer aber nicht mehr rentabel, betonte der LBV. Dadurch fehle der Anreiz, alte Bäume zu erhalten und neue nachzupflanzen. So gingen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten im schlimmsten Fall langfristig verloren, heißt es in der Mitteilung. Die Pflege von Streuobstwiesen und die Ernte hingegen trügen zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Gelbe Bänder geben Pflückerlaubnis für alle

Wer selbst kein Grundstück mit Obstbäumen besitzt, kann laut Naturschutzverband auf entsprechend gekennzeichnete Bäume zurückgreifen. Gelbe Bänder signalisierten, dass die Früchte von Bürgerinnen und Bürgern gepflückt werden dürfen, infomierte der LBV. Das Obst könne unter anderem zu Saft, Most, Apfelmus, Kompott oder Marmelade verarbeitet werden.