München (epd). Rund 900 Menschen in ganz Bayern haben laut Veranstalterangaben am Wochenende am Christustag teilgenommen. Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) rief am Samstag dazu auf, angesichts von Krieg, Konflikten und gesellschaftlichen Spannungen auf Jesus Christus als Friedensbringer hinzuweisen. "Christus ist unser Friede", heißt es in einer Erklärung des ABC vom Sonntag.

Der Glaube sei keine Beruhigungspille und auch keine naive Hoffnung nach dem Motto "Es wird schon alles gut", sagte der ABC-Vorsitzende Till Roth in Lohr am Main. Trost und Hoffnung gäben jedoch die Gewissheit, dass Christus das letzte Wort habe und Gerechtigkeit sprechen werde - "im Blick auf die Geschichte und mein eigenes Leben".

Ukrainischer Bischof live zugeschaltet

In Wassertrüdingen berichtete der stellvertretende Bischof der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine, Alexander Gross, per Live-Schalte aus Odessa über das Kriegsgeschehen. Es gebe ständig Bombenalarm. Dennoch predige er nicht über den Krieg, sondern über den Frieden, den Jesus Christus gebe.

Der Christustag Bayern wird seit 2012 vom Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden und Gemeinschaften organisiert. Neben den Samstags-Treffen in Lohr am Main, Wassertrüdingen, Rentweinsdorf, Neuendettelsau, Bayreuth, München, Lauben und Regensburg fand am Sonntag noch eine Veranstaltung in Hersbruck statt.