Regensburg (epd). Das Regensburger St. Katharinenspital hat den Startschuss für sein neues Kulturprojekt gegeben. Beim Festakt zum 800-jährigen Bestehen der Stiftung setzte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Sonntag den ersten Spatenstich für das Projekt "Oikos Katharinenspital Leben-Arbeit-Kultur", das der Bund mit 1,3 Millionen Euro fördert, teilte das Büro des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) mit. Das Katharinenspital sei seit 800 Jahren "ein Ort des Glaubens und der gelebten Nächstenliebe", sagte Weimer laut Mitteilung bei der Veranstaltung in Regensburg. Der neue Kulturort solle Geschichte greifbar vermitteln und Raum für Austausch und Begegnung schaffen.

In den kommenden Jahren wird das denkmalgeschützte Ökonomiegebäude des Spitals saniert. Mithilfe der Bundesmittel soll im Erdgeschoss ein Museums-, Veranstaltungs- und Kulturzentrum entstehen. Die Katharinenspitalstiftung wurde laut Homepage im 13. Jahrhundert als Gemeinschaftsprojekt von Bischof Konrad IV. und der Regensburger Bürgerschaft gegründet. Ziel ist den Angaben zufolge bis heute die Fürsorge für alte, kranke und bedürftige Menschen der Stadt. Der Kulturort Oikos, altgriechisch für "Haus" oder "Heimat", werde die Geschichte mit der Gegenwart des Spitals verbinden.