München, Bonn (epd). Die Stiftung "Wings of Hope Deutschland" aus Bayern ist neues Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Der Vorstand der AGDF habe dem Beitritt der Stiftung zugestimmt, teilte der Friedensverband am Donnerstag in Bonn mit. Die AGDF hat damit nun 33 Mitglieder.
Die Stiftung setzt sich den Angaben zufolge für Versöhnung ein und leistet Traumaarbeit bei der Unterstützung von Menschen, die unter den Folgen von Krieg und Gewalt leiden. Die Idee zu "Wings of Hope" sei in den 1990er Jahren während des Bosnienkrieges entstanden. Angesichts des ersten Krieges auf europäischem Boden seit Ende des Zweiten Weltkrieges habe das Kuratorium der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein Friedenszeichen setzen wollen. Unter dem Namen "Wings of Hope" wurde eine Hilfe für die Kinder Sarajevos organisiert. 2003 wurde aus dem Projekt eine Stiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mit Sitz in München, Nürnberg und Ruhpolding.
Arbeit in Deutschland und mit Partnerorganisationen im Ausland
Die Stiftung "Wings of Hope" ist nach eigenen Angaben in Deutschland tätig und arbeitet unter anderem auch mit Partnerorganisationen in Brasilien, Bosnien-Herzegowina, dem kurdischen Irak und der Ukraine. Sie biete unter anderem Therapie- und Beratungsangebote für Flüchtlinge und halte Angebote für Kirchengemeinden und Konfirmandengruppen bereit, hieß es. Zudem lade die Stiftung jährlich 25 junge Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren aus dem In- und Ausland zur Sommerakademie für interkulturellen Dialog in die bayerischen Alpen ein.
"Gerade in Bezug auf Traumaweiterbildungen für helfende Berufe im In- und Ausland, bei der Friedens- und Dialogarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen oder für Fragen nach dem Umgang mit der Gewalt und deren gesellschaftlichen Folgen ist 'Wings of Hope' ein großer Gewinn für die AGDF", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Jochen Cornelius-Bundschuh.