Wenn die roten Nasen auftauchen, wird es auf der Kinderstation der München Klinik Harlaching spürbar heller. Seit nunmehr 20 Jahren besuchen die sogenannten KlinikClowns regelmäßig junge Patientinnen und Patienten – und setzen dabei auf Humor als Ergänzung zur medizinischen Versorgung.
Hinter den Auftritten steht der Verein KlinikClowns Bayern e.V., der bayernweit 76 professionelle Clowns in 123 Einrichtungen entsendet, darunter 31 Krankenhäuser. Ziel ist es, mit Improvisation, Spiel und Sensibilität die Stimmung der Kinder zu heben und so ihre psychische und emotionale Verfassung zu stärken.
KlinikClowns: Freude bei kleinen Patienten ist groß
In Harlaching gehören die Clowns "Dr. Steffo" und "Frau Dr. Pomodoro" seit Jahren zum Klinikalltag. Sie besuchen die Kinder auf den Stationen, improvisieren kleine Szenen, musizieren oder gehen auf spielerische Weise auf die jeweilige Situation ein. Damit schaffen sie nicht nur einen Moment des Lachens, sondern tragen nach Einschätzung von Ärzt*innen auch langfristig zu einer positiven Atmosphäre bei.
"Die Freude bei unseren kleinen Patienten ist immer groß, wenn die KlinikClowns zu uns auf Station kommen", sagt Martina Zeumer, leitende Oberärztin der Kinder- und Jugendmedizin, laut einer Mitteilung. Auch ein Kinderlachen, so Zeumer, spiele eine wichtige Rolle im Heilungsprozess.
Finanziert werden die Auftritte ausschließlich durch Spenden. In Harlaching unterstützt seit vielen Jahren die "Münchener Elternstiftung – Lichtblicke für schwerkranke und krebskranke Kinder" das Projekt.
Die Arbeit der KlinikClowns wird seit der Gründung 1998 stetig ausgeweitet. Der Verein betont, dass es nicht um reine Unterhaltung gehe: Das gemeinsame Spiel könne neue Energien freisetzen und den Blick der Kinder weg von Krankheit und Schmerz lenken – zumindest für einen Moment.