18.04.2020
Caritas Bamberg

Caritas-Verband ist sich sicher: Bedarf an Mutter-Kind-Kuren wird nach Corona steigen

Der Caritas-Diözesanverband im Erzbistum Bamberg erwartet einen steigenden Bedarf bei Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kuren nach dem Ende der Corona-Pandemie. Laut Caritas verstärkten die zusätzlichen Belastungen durch die Kinderbetreuung und das Homeoffice bereits bestehende körperliche Erschöpfung und psychische Überlastung.
Müttergenesungswerk Oberstdorf Hohes Licht

Müttern und Vätern müsse nach der schweren Zeit gesundheitliche Unterstützung zuteilwerden. Jedes Jahr nähmen 50.000 Mütter und etwa 2.000 Väter mit mehr als 70.000 Kindern an Kuren im Müttergenesungswerk mit seinen 73 Einrichtungen teil.

Die jetzige Phase der Isolation belastet Familien stark, sagte die im Bamberger Caritasverband für das Müttergenesungswerk zuständige Referentin Hildegard Thoma. Der Bedarf wird nach der Corona-Krise noch steigen, ist Thoma überzeugt.

Dies gelte vor allen Dingen für Familien aus beengten Wohnverhältnissen, mit niedrigem Einkommen oder in psychischen Krisen sowie in familiären Konflikten. Deshalb sei es gut, dass der Bund die Einrichtungen des Müttergenesungswerkes nun mit unter einen Rettungsschirm genommen haben. Die Einrichtungen seien aktuell geschlossen und ohne Patienten gebe es kein Geld.

Der Rettungsschirm stelle die Einrichtungen nun den allgemeinen Rehabilitationseinrichtungen gleich. Das heißt, sie erhalten 60 Prozent des Tagessatzes für nicht genutzte Plätze.

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