3.11.2018
Fussball und Glaube

1 FC Nürnberg-Trainer Michael Köllner über die Bibel, Glaubensrituale und die richtige Herzenshaltung

Am 4.11.2018 findet der 5. Hattrick in der LUX Junge Kirche Nürnberg statt. Rede und Antwort steht diesmal Michael Köllner. Was bewegt den Cheftrainer vom 1. FCN dazu? Wie steht er zum Glauben – sieht er Parallelen zum Sport, insbesondere zum Fußball?
Michael Köllner
Michael Köllner

Für Michael Köllner vom 1. FC Nürnberg geht es um die Weitergabe von Glaubenserfahrungen: "Beispiele von Menschen, die erzählen, wie sie im Alltag und auch im Beruf ihren Glauben leben und erleben. Menschen, die erzählen, wie sie das Leben, wie sie die Kirche, wie sie den Glauben und sicher auch Jesus Christus sehen und erleben." Deshalb ist ihm die Teilnahme am Hattrick, dem Regionalen Fußball-Gottesdienst wichtig, bei dem er am 4. November Interviewgast sein wird.

Veranstalter und Initiator ist Ade Gärtner mit seinem Christlichen Fußballer Netzwerk (CFN). Für ihn ist Köllner "in der Fußballwelt jemand, der eben Fußball und Glauben verbindet". Das Format passt: "Genau solche Menschen wollen wir als Interviewpartner in unserem Gottesdienst hören." Als vor einiger Zeit sein Spieler Enrico Valentini im Hattrick eingeladen war, hat sich Köllner das angeschaut. Gefallen hat ihm, wie sehr man mit eigenen Erfahrungen andere Menschen inspirieren kann.

Es gibt viele Parallelen zwischen Glaube und Sport

Die Einladung, selbst Interviewgast zu sein, nahm er gerne an: "Ich hoffe, ich kann viele Menschen inspirieren und werde auch selbst inspiriert." Doch wie bringt man Glaube und Fußball zusammen, wo sieht der Cheftrainer Parallelen? Er spricht davon, dass im Leben nichts zufällig geschehe – weder im Sport, noch im Alltag. Und dass es viele Parallelen zwischen Glaube und Sport gebe. Dass Werte sicher ein Thema seien, aber auch Gemeinschaft und gemeinsam einen Weg zu gehen.

Vorbilder gibt es für ihn im Fußball "sehr, sehr viele", im Glauben ist sein größtes Vorbild "ohne Zweifel Jesus Christus", und es gibt für ihn "viele Menschen, die ihr Leben im Glauben gelebt haben oder die über den Glauben zu besseren Menschen geworden sind!".

Ein Cheftrainerleben im Profifußball bedeutet einen engen Terminplan, dennoch versucht Köllner, regelmäßig Gottesdienste zu besuchen. Hauskreise hingegen nicht, wie er lachend verrät: "Einige meiner Spieler besuchen Hauskreise – und ich denke, die sind froh, wenn sie da mal ihre Ruhe vor mir haben."

Glaube hat ihn geprägt

Der Katholik ist in seiner Familie und Heimatgemeinde mit dem Glauben aufgewachsen, ist viele Jahre Ministrant gewesen, hat acht Jahre in einem katholischen Internat gelebt. Mit dem dortigen Pfarrer hatte er jemanden an seiner Seite, der ihn in jungen Jahren geprägt habe.

Diesen Sommer besuchte Köllner in Israel viele Orte, an denen Jesus gewirkt hat, was seine Begeisterung am Lesen und Hören der Bibel noch verstärkt hat. Schließlich gibt es für ihn Glaubensrituale: Auf der Busfahrt zum Stadion vor einem Spiel höre er immer das Ave Maria. Doch so wichtig Rituale sein mögen, wichtiger sei für ihn eine innere Geistes- und Herzenshaltung des Dankens, seinen Mitmenschen immer nur das Beste zu wünschen. Vor jeder Partie erbitte er, dass jeder auf und neben dem Platz gesegnet sei, auch der Gegner.

Seit 2017 findet der Hattrick zwei bis drei Mal im Jahr statt, in Stadionatmosphäre mit Rasen, Kickern, Torwandschießen, modernen Liedern, Predigt, Fantalk und einem besonderen Interviewgast. Am 4. November stehen die LUX-Tore ab 17.30 Uhr offen, den Anpfiff zum Gottesdienst gibt’s um 18 Uhr.

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