31.08.2018
Gott ein Stückchen näher

Warum Berggottesdienste so beliebt sind

Auf einem Berggipfel fühlen sich viele Menschen Gott ein kleines Stückchen näher als sonst. Deshalb sind auch Berggottesdienste so beliebt. Ein kleiner Exkurs über Berge und die Bibel.
Dem Himmel so nah - warum Berggottesdienste so beliebt sind

Die Hausberge des evangelischen Pfarrers Frank Wagner aus Oberstaufen heißen Hündle und Hochgrat. Dass dort an den Gipfelkreuzen regelmäßig Gottesdienste stattfinden, liegt auf der Hand. Biblische Vorlagen gibt es reichlich, wie den Ararat, auf dem die Arche Noah gelandet sein soll, den Sinai, wo die zehn Gebote durch Moses verkündet wurden - oder im Neuen Testament den Berg der Seligpreisungen, auf den die Bergpredigt zurück geht.

Bis heute ist es ein besonders feierliches Gefühl, bei Sonnenauf- oder untergang am Gipfelkreuz den Blick in die Ferne schweifen zu lassen, da geht Beten fast von alleine. Pfarrer Wagner kennt auch die Geschichte der Kreuze – vormals ein Zeichen von Volksfrömmigkeit
"Berge und Bergtäler haben so manchen Aberglauben. Und da sind Bergkreuze als Schutz vor Unglück aufgestellt worden." Dass auf die Kreuzigung Jesu hingewiesen werden sollte, das kam erst später, so Frank Wagner. Was immer sie auch bedeuten: viele fühlen sich hier doch dem Himmel ein Stück näher.

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