2.02.2020
Evangelische Morgenfeier

Predigt: Jesus als Grenzgänger (Luk 2,21-40)

In seiner Evangelischen Morgenfeier spricht Pfarrer Florian Ihsen über Jesus als Grenzgänger: Jesus überschreitet die Grenzen der jüdischen Tradition, sodass auch Nichtjuden Zugang zum Gott Israels haben können; er kann uns aber auch helfen, die Grenzen zu überwinden, die wir um unser eigenes Herz herum aufrichten.
Darstellung Jesu im Tempel
Darstellung Jesu im Tempel, Mosaik von Pietro Cavallino in der Kirche Santa Maria in Trastevere, Rom

Da beginnt etwas….

Die jungen Eltern haben sich chic gemacht. Die Mutter im langen schwarzen Rock und Seidenbluse. Der Vater mit schwarzem Anzug und roter Fliege. Stolz bringen sie ihr Kind in die Kirche. Die beiden Großmütter nicht minder stolz und chic, ein paar Tanten und Onkel sind dabei.

Eine Taufe im kleinen Familienkreis an einem Maisonntag. Im Mittelpunkt das Kind. Knapp 6 Wochen alt. Geschlossene Augen. Margeriten und blaue Blüten rund um den Kopf auf dem Taufkissen. Etwas mürrisch blickt es in dem kleinen Matrosenanzug, als ob es sich denkt: Soviel Unruhe heute. Ein brauner Cocker Spaniel, der durch die Kirche läuft, reiht sich in die kleine Taufgemeinde – keiner weiß zu wem er gehört. Und nach der Taufe verschwindet er wieder.

Der mürrische Kleine mit Blumen auf dem Taufkissen – das bin ich. Die Fotos von meiner Taufe schau ich mir immer wieder gern an. Es sind liebe Erinnerungen an meine Familie. Ich freu mich an der Mode und Haarpracht von damals in den 70ern. Und ich schmunzel über den Pfarrkollegen, der mich getauft hat. Ein älterer Herr, der gegen meine Taufe erst Bedenken hatte – der Vater aus der Kirche ausgetreten, kein evangelischer Pate, meine Oma musste als evangelische Patin dazu kommen. Kirche war enger damals. Gut, dass ich trotzdem getauft wurde.

Diese Bilder machen mir etwas anschaulich: Jesus sagt: "Geht hin, macht die Menschen zu Jüngern, tauft sie". Diese alten Worte füllen sich bei meiner, ja bei jeder Taufe mit Leben, mit Gesichtern und Geschichten. Christin und Christ wird man durch die Taufe. Ein Initiationsritus. Da beginnt etwas und es beginnt für jede und jeden in immer gleicher Weise – Wasser, Segensworte, Gebete.

Die Taufe stellt mich in eine Gemeinschaft, in eine Tradition hinein. In die Gemeinschaft derer, die sich vom Gott Jesu bedingungslos himmlisch geliebt wissen. Ich gehöre bis heute gerne dazu, und meine Familie und der Cocker Spaniel waren Zeugen dieses Anfangs.

Als Kind wird man in viele Traditionen hinein gestellt. Da ist die Familie, oder besser: die Familien der Eltern. Da ist die Kultur des Landes, in dem ich geboren werde. Und eben auch die Religion. Und als Kirchenmitglied stehe ich auch in einer Tradition. Klar, ich finde nicht alles gut, was es in der Vergangenheit in den Traditionen so gegeben hat. Über manches wundere ich mich und schäme mich. Bei den Traditionen einer Familie und einer Kultur ist das nicht anders. Aber erstmal wird man als Kind in bestimmten Traditionen hineingeboren und hinein gestellt. Welche man fortführt, welche man ändert oder ablegt, zeigt erst das Leben. Ganz austreten kann man aus kaum einer Tradition, auch wenn man sich abgrenzt.

Das Kirchenjahr mit den großen und den kleinen Festen ist wie ein Jahreskreis von Traditionen. Heute steht ein besonderer Tag im Kirchenkalender, der 40. Tag nach Weihnachten, der die Weihnachtszeit abschließt. Darstellung des Herrn, heißt er, Lichtmess, früher auch Mariä Reinigung. Heute wird in den Kirchen noch einmal das Album mit den Familienerinnerungen aus Jesu Kindheit aufgeschlagen. Der Evangelist Lukas hat eine Erinnerung aufgehoben, die möglicherweise aus den mündlichen Überlieferung der Familie Jesu stammt.

Acht Tage nach seiner Geburt, so Lukas, wird Jesus beschnitten, wie alle jüdischen Buben. Die Beschneidung ist für sie der Initiationsritus, der Eintritt in die Gemeinschaft und in die Tradition des Judentums.

Und 40 Tage nach Jesu Geburt wird Jesus zum ersten Mal in den Tempel von Jerusalem gebracht. Jesu Eltern, Maria und Josef, reihen sich und ihr Kind in die Tradition ein, und zwar durch drei Riten: Einmal die "Reinigung der Mutter", so der alte jüdische Brauch. Nach einer Geburt galt eine Mutter 40 Tage lang von religiösen Pflichten befreit. Gebären heißt auch bluten und so auf intensivste Weise das Geheimnis des Lebens berühren. Und danach braucht es eine Zeit der Erholung für Leib und Seele. Heute reden wir von Mutterschutz.

Nach diesen 40 Tagen bringen die Eltern Gott ein Reinigungsopfer dar. Arme Menschen wie Maria und Josef sollen zwei junge Tauben bringen. Auch als Dank. Danke Gott für unser Kind. Danke, dass jetzt ein neuer Lebensabschnitt beginnt."

Der zweite Ritus ist: Die Auslösung. Jede männliche Erstgeburt soll Gott gehören, sagt der jüdische Glaube. Deshalb sollen Eltern ihr Kind "auslösen", fünf Schekel an einen Priester zahlen, dass sie das Recht auf ihr Kind haben. Interessanterweise erzählt Lukas gar nichts von der Auslösung, nur dass sie eigentlich vorgesehen ist. Vielleicht um zu sagen: Dieses Menschenkind Jesus ist nicht einfach Eigentum der Eltern oder anderer Menschen, sondern es gehört einem anderen… Stattdessen erzählt Lukas einen dritten Ritus: Der kleine Jesus wird vorgestellt "dargestellt", Gott dargebracht, ihm ganz überantwortet. Sozusagen: Hoch gehalten und Gott gezeigt.

Jesu Eltern halten sich an diese Traditionen, wie auch ihre Vorfahren, und ihre Geschwister. Für diese Riten hätten die Eltern Jesu eigentlich nicht nach Jerusalem reisen müssen. Doch Lukas lässt es im Tempel von Jerusalem geschehen. Hier wird Jesus Gott öffentlich übergeben – hier am Ort der großen Tradition.

…auf den Armen der jüdischen Tradition

Die kleine Familie ist im Tempel nicht allein. Plötzlich kommt da jemand dazu, den die Eltern wohl nicht kennen, mit dem niemand gerechnet hat. Wie ein Überraschungsgast, der der Familie nur dieses eine Mal begegnet und verschwindet. Lukas erzählt von ihm….

Siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. Und ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden, er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Und er kam vom Geist geführt in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme …. (Luk 2,21ff)

Und Simeon, der alte Herr, kommt nicht allein. Während er behutsam das Baby auf den Arm nimmt, kommt noch jemand dazu, eine Frau, die den kleinen Jesus und seine Familie auch sehen will. Lang hat sie auf diesen Moment gewartet.  

Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde

Was Lukas erzählt, ist wie ein Familienfoto: Drei Generationen sind beisammen. Hanna und Simeon im letzten Abschnitt ihres Lebens, das Baby Jesus ganz am Anfang. Und seine Eltern, in der Mitte irgendwo zwischen Anfang und Ende. Das Jesuskind ist auf dem Arm des alten Simeon. Und Hanna nimmt es wohl in den Arm, streichelt das Kind behutsam mit ihren alten fleckigen Händen, vielleicht mit einer Träne im Auge. Das eigene Leben ist alt geworden. Doch es hatte Sinn, es geht weiter, ein Neugeborenes ist da. In ihm leben alle alt gewordenen und im eigenen Leben gescheiterten Hoffnungen weiter …

Das Kind, das Neue kommt auf den Armen der Älteren und Alten in die Welt, auf den Armen der Tradition. Simeon und Hanna stehen für die Tradition des alten Israel. Für die Traditionen, die Maria und Josef wichtig sind und die sie ihrem Kind mitgeben wollen. Klar. Ihr Kind, Jesus, ist Jude. Ihr Gott ist der Gott Israels.

Simeon und Hanna sind so etwas wie geistige Großeltern Jesu. Es ist, als ob sie Jesus mit dem Herzen zusprechen: Uns hat dieser Glaube getragen. Er wird auch Dich tragen. Und du, Kind, wirst mit unserem Gott Großes erleben. Wir erleben es nicht mehr, aber Du wirst es erleben. Aus dir wird etwas Besonderes.

Das klingt auch in dem Lied an, das Simeon anstimmt:

Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,
das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.

Dieses Lied des Simeon gehört zu den ältesten Gebeten der Christenheit. Täglich wird es bis heute in evangelischen und katholischen Klöstern und Gemeinschaften gesungen und gebetet, oft in alten gregorianischer Melodien, die an die Tempelgesänge des Judentums erinnern. Nunc dimittis. Gott, jetzt ist es soweit. Ich finde Frieden.

Der heutige zweite Februar, liebe Hörerinnen und Hörern, erinnert an schöne Traditionen, die der Familie Jesu wichtig, lebenswichtig waren. Jesus steht in der Tradition des jüdischen Glaubens. Und, wie Simeon singt: Jesus ist Licht für alle Menschen und: Preis, also ein Schatz für Israel. Das heißt: Jesus wird ein Grenzgänger.

Er ist Jude. Aber er überschreitet die Grenzen der jüdischen Tradition, er öffnet sie, so dass auch die Nichtjuden Zugang haben können zum Gott Jesu, zum Gott Israels.

Das Licht meines Lebens als Christ ist also ein Licht, das aus der Tradition des Judentums zu mir her leuchtet. Was meinem Leben Licht und Sinn gibt, hat jüdische Wurzeln. Mein eigener Taufspruch zum Beispiel aus dem Jeremiabuch: Ich habe dich je und je geliebt, darum hab ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Dieses Wort verdanke ich dem Alten Testament, der Bibel Jesu. Die Psalmen, die ich liebe und gerne singe. Das Gebot, die Nächsten und auch die Fremden zu lieben: Alles geistliche Schätze, die aus dem Judentum kommen.

Der christliche Glaube ist nur christlich, wenn und weil er in jüdischer Tradition steht. Nicht anders kann man Christin und Christ sein als in enger Verbundenheit mit unseren jüdischen Geschwistern. Hetze und Anschläge auf Jüdinnen und Juden und ihre Einrichtungen sind für Christen unerträglich, es ist, als hätte es jemanden aus der eigenen Familie getroffen. Antisemitische Gewalttaten sind schlimm. Aber nicht allein Taten, auch Sprache kann gewalttätig sein. Zum Beispiel, wenn das Wort "Jude" jemanden beleidigen soll. So ähnlich wie auch heute noch "schwul" als Schimpfwort gebraucht wird. Gewalt fängt mit der Sprache an.

Nie wieder!

Der 27. Januar - ist ein trauriger Tag in der Tradition und Erinnerungskultur unseres Landes: Der Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus: Das sind Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, homosexuelle Frauen und Männer, Hochbetagte, Menschen mit Behinderungen und mutige Frauen und Männer, die dem Geist der Nazis offen widerstanden haben. Sie sind im Dritten Reich millionenfach gefoltert, schikaniert, verschleppt, getötet worden. Die Christen haben vereinzelt protestiert, oft geschwiegen und sich nicht selten auf die Seite der Nationalsozialisten geschlagen. Es gab sogar Versuche, das Christentum zu "entjuden", die jüdischen Wurzeln abzuschneiden. Ein Theologe meinte 1940 zurecht: "Ein feste Burg" und Glockenläuten können überall erklingen. Aber: Die wahre Kirche wird man daran erkennen, ob sie regelmäßig die jüdischen Loblieder der Bibel singt". Darunter: eben: das Lied des Simeon.[1]

Was im Dritten Reich geschehen ist, macht sprachlos. Nie wieder darf so etwas geschehen. Wehret allen Anfängen.

Nie wieder heißt: Wir müssen heute wachsam sein. Die Menschengruppen, die damals massenhaft verfolgt und vernichtet wurden, sind auch heute noch und wieder gefährdet: Jüdinnen und Juden. Homosexuelle Menschen. Fremde, Menschen mit Behinderungen. Wir haben eine Demokratie und Gesetze, auch zum Schutz dieser Menschengruppen. Und das ist gut und richtig so. Und so kann etwa eine Hetzveranstaltung gegen die Beschneidung vor dem jüdischen Gemeindezentrum München verboten werden, wie Gott sei Dank letzte Woche in München geschehen. Eine demokratische Rechtsordnung kann hier viel Gutes leisten. Doch ein Verbot allein verändert nicht unbedingt Menschen und heilt nicht die Wurzeln von Hass und Hetze. Die Wurzeln von Antisemitismus liegen im Herzen eines Menschen. Ähnlich ist es mit Homophobie, der Abneigung gegenüber Männern, die Männer lieben und Frauen, die Frauen lieben. Oder Sexismus: Die Geringschätzung eines Menschen wegen seines Geschlechts. Ähnlich ist es mit Rassismus, der Ablehnung von Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft und Sprache. Die Wurzeln all dieser Ablehnungen liegen in der Angst. Man hat Angst, wenn das eigene Leben in Frage gestellt wird, weil andere anders leben, lieben oder glauben. Und daher lehnt man diese Menschengruppen ab. Auf Jesus, den Grenzgänger, kann man sich dabei nicht berufen. In Jesu Namen kann man nicht hassen.

Doch wer wandelt und wärmt die Herzen? Wer überwindet, wer heilt solche Angst?

Das kann leider keine Partei leisten. Gesetze und Vorschriften können es auch nicht. Die Angst vor dem Fremden, die tief sitzende Angst, dass ich zu kurz komme in meinem Leben – der Heiland kann sie heilen. Er, der auch die Grenzen überwindet, die ich um mein eigenes Herz herum aufrichte.

Das Wunder von Montevergine

Grenzgänger können etwas bewirken und verwandeln. Davon handelt eine Legende, auf die ich gestoßen bin. Erstmal klingt sie crazy, besonders für evangelische Ohren, aber sie hat uns etwas zu sagen.

An einem kalten Wintermorgen 1256, so die Überlieferung, seien in der Gegend von Neapel zwei verliebte Männer dabei beobachtet worden, wie sie händchenhaltend und küssend auf dem Weg zur Andacht waren. Aufgebracht über die gleichgeschlechtliche Liebe, habe die Menge sie ausgezogen, verprügelt und in den Wald von Monte Partenio gezerrt. Dort wurden die beiden in der Nähe des Schreins der Madonna von Montevergine an einen Baum gefesselt und in der Kälte ihrem Schicksal überlassen. Einigen Quellen zufolge seien die beiden zuvor auch noch mit Eis bedeckt worden.

Doch die Madonna, so hieß es, sei vom Schicksal der beiden Männer bewegt gewesen. Sie schickte ihnen im Dunkel der Nacht wärmende Sonnenstrahlen, um sie vor dem sicheren Tod zu retten. Das Eis schmolz und die Liebenden waren auf wundersame Weise frei und gesund. Durch das Wunder bewegt, nahm die Dorfgemeinschaft die beiden Männer wieder auf. Heute gilt Montevergine als Schutzheiligtum der homo- und Transsexuellen. Jedes Jahr am 2. Februar pilgern sie in das italienische Benediktinerkloster.[2]

Erzählt wurde diese Geschichte bei einer Feier zum Weltaidstag letztes Jahr im Wiener Stefansdom mit Christoph Kardinal Schönborn. Der Bischof wollte Solidarität zeigen. Dazu ist er an die Schmerzgrenzen seiner katholischen Tradition gegangen, hat im Netz viel Häme, Hass und ekelhafte Kommentare geerntet. Mutig und sensibel, dieser Grenzgänger, das hat mir Eindruck gemacht.

Und die Legende selbst? Marienwunder sind mir fremd. Aber ich glaube an Wunder  in einem Menschenherzen und zwischen Menschen.

Ein Wunder ist es, wenn Menschen sich verändern, ihre Angst vor dem Fremden überwinden: Anfangs homophob und gewaltbereit und dann auf wunderbare Weise offen, die Lieber zweier Männer zu respektieren. Solche Geschichten von Wundern und Sinneswandlungen brauchen wir. Noch immer haben Jugendliche Angst vor dem Outing, weil sie sonst in der Schule gemobbt werden. Noch immer gibt es Kollegen, die sagen: "Ich hab ja nichts gegen Ihre Lebensform, aber bitte nicht öffentlich" – Und noch immer ist man im Altenheim als lesbischer, schwuler oder Trans-Mensch ziemlich isoliert.

Anders Liebende und Glaubende werden gerettet, geschützt, und vor allem respektiert - Solche Wunder brauchen wir auch heute noch, immer wieder. Die warmen Lichtstrahlen, die die Männer retten, kommen letztlich von dem Licht, das keine Grenzen kennt, an dem sich einige ärgern und das viele zum Aufstehen ermutigt.

Der Name des einen, Jesus, heißt in der Sprache der anderen: Jehoschua – auch so spricht Gott zum Menschen, zu dir und mir. 

 

[1] Richard Gölz, Zitiert nach Martin Nicol, Weg im Geheimnis, 168, bearb. Florian Ihsen

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