Flucht
824 Geflüchtete haben mit Unterstützung der bayerischen Landeskirche und Diakonie eine eigene Wohnung gefunden. Wie die Mitarbeitenden des Projekts "Wohnraum für Alle - Integration braucht ein Zuhause" bei der Wohnungssuche helfen.

Insgesamt 824 bleibeberechtige Geflüchtete haben mittlerweile dank bayerischer Landeskirche und Diakonie eine eigene Wohnung gefunden. Das sei ein wichtiger Schritt für ihre Integration, teilte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) zur Zwischenbilanz des Projekts "Wohnraum für Alle - Integration braucht ein Zuhause" (wofa) in München mit.

Seit 2019 helfen Mitarbeiter aus Kirche und Diakonie an zehn Standorten in Bayern Geflüchteten, aus der Gemeinschaftsunterkunft auszuziehen und eine eigene Wohnung zu finden.

Warum Geflüchtete Probleme bei der Wohnungssuche haben

Geflüchtete in Notunterkünften hätten mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen, wenn sie eine Wohnung suchen, erklärte die Geschäftsführerin des Projekts im Münchner Landeskirchenamt, Sabine Claaßen.

Vermieter seien häufig zurückhaltend, ihre Wohnung an Geflüchtete zu vermieten, weil es Sprachbarrieren gibt und sie unsicher sind, wie sich die unterschiedliche Lebenskultur der neuen Mieter auswirken könnte.

wofa-Projekt ist Ansprechpartner für Geflüchtete und Vermieter 

Hier setze das wofa-Projekt an: Die Mitarbeitenden begleiten bei Besichtigungen, unterstützen beim Schriftverkehr und helfen, Missverständnisse zu vermeiden. Zudem stünden sie Vermietern nach Vertragsschluss als Ansprechpartner zur Verfügung und informieren die neuen Mieter über Gepflogenheiten deutscher Mietverhältnisse.

Das Projekt, das sich vor allem an Geflüchtete richtet, aber auch anderen Menschen offensteht, wird vom bayerischen Innenministerium und der Landeskirche finanziert.

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