31.03.2020
Evangelische Kirche in Bayern

München: "St.-Lukas-Kirche" - Evangelische Kirche im Dekanat München

Die Lukaskirche ist der dritte evangelisch-lutherische Kirchenbau in München. St. Lukas ist die einzige, fast vollständig erhaltene evangelische Pfarrkirche im Stil des Historismus in München.

Architektur der Lukaskirche

Der späthistorische Sakralbau wurde nach Entwürfen des Architekten Albert Schmidt (1841–1913) als protestantischer zentralisierter und kuppelbekrönter Predigtraum mit Doppelturmfassade und "Kuppelturm" 1893 bis 1895 erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurden vor allem die farbigen Glasfenster zerstört, erklärt die Lukaskirche auf ihrer Webseite.

Innenraum von St. Lukas: Altar des Malers Goldberg

Der Innenraum der Kirche ist im Übergangsstil von Romanik zur Gotik gehalten und reichlich bestückt. Die Innenausstattung blieb, zu der auch das Hochaltarbild "Grablegung Christi" des Malers Gustav Adolf Goldberg (1848-1911) gehört, blieb erhalten. Goldberg ist auch für seine Porträts bekannt: unter anderem malte er Otto von Bismarck und den bayerischen Prinzen Leopold.

Rosetten des Glaskünstlers Reiner John

Eine neue Farbverglasung im Chor erhielt die Kirche bereits 1946. Der Münchner Glaskünstler Reiner John fertigte in den Jahren 2008 und 2009 die beiden Rosetten im Süden und Norden der Lukaskirche an. Laut Johns Internetseite stattete der Künstler seit 1986 sowohl öffentliche Einrichtungen wie auch Privathäuser in Deutschland und den USA aus.

Eine der beiden Rosetten, die Glaskünstler Reiner John 2008 und 2009 für St. Lukas schuf.

Steinmeyer-Orgel und moderne Erweiterung

Die Orgel wurde 1932 von der Oettinger Firma G. F. Steinmeyer & Co geschaffen. Laut Kantor Tobias Frank stuft die Denkmalpflege sie als eine der bedeutendsten Instrumente der 1930er-Jahre ein, da sie mit ihren 72 Registern weltweit zu den größten Steinmeyer-Orgeln aus dieser Zeit gehöre. Steinmeyer-Orgeln finden sich auch in anderen bedeutenden evangelischen Kirchen wie beispielsweise der Nürnberger Lorenzkirche. Später wurde die Orgel von St. Lukas um einen offen konzipierten elektronischen Konzertspieltisch erweitert, wie Orgelbauer Markus Harder-Völkmann auf seiner Webseite erklärt.

Angebote der Lukaskirche

Von Mitte November bis Mitte April ist St. Lukas bewohnt: Der Keller unter der Kirche ist dann eine Unterkunft für wohnungslose Frauen, heißt es auf der Webseite der Lukaskirche. Außerhalb der Gottesdienste ist die Kirche fast täglich für das stille Gebet geöffnet.

Evangelische St.-Lukas-Kirche München

Die St.-Lukas-Kirche gehört zum Dekanat München und damit zum Kirchenkreis München und Oberbayern.

Evang.-Luth. Pfarramt St. Lukas
Thierschstr. 28
80538 München

Telefon 089 212686-0
Fax 089 212686-30
E-Mail pfarramt@sanktlukas.de 

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