Die Lutherkirche weiht an diesem Sonntag, dem 3. Oktober, ihr neues Gemeindezentrum ein. Für 6,3 Millionen Euro wurde zwei Jahre lang das alte Pfarrhaus saniert und zu Gemeinderäumen, Pfarramt und Dienstwohnung umgebaut. Herzstück des Zentrums ist der barrierefreie Gemeindesaal im Innenhof, der über einen Gang direkt in die Lutherkirche führt. "Das ermöglicht die Nutzung der Kirche für Vorträge, Konzerte und andere Veranstaltungen", sagte Pfarrer Micha Boerschmann laut Pressemitteilung vom Freitag.

Alles an einem Platz

Die neuen Räumlichkeiten ersetzen das alte Gemeindehaus "Weinbauer", das jenseits der vierspurigen Martin-Luther-Straße lag. Durch die Zusammenführung von Kirche und Gemeindehaus auf einer Straßenseite sei nun ein "funktionales, architektonisch anspruchsvolles kirchliches Ensemble" entstanden, wie Boerschmann erläutert.

Das Gelände des "Weinbauer" bleibt über eine Erbpachtregelung weiter im Besitz der Lutherkirche und erwirtschaftet damit einen Teil der Neubaukosten. An den Gesamtkosten hatten sich die Landeskirche und der Dekanatsbezirk mit rund 3 Millionen Euro beteiligt.

An das alte Gemeindehaus erinnert der "Weinbauern-Saal" im Neubau. Ursprünglich war der "Weinbauer" eine bekannte Gartenwirtschaft, in der auch die Literaten Ludwig Ganghofer und  Ludwig Thoma Stammgäste waren.

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