Unterstützung von Flüchtlingen
Die Situation an der belarussisch-polnischen Grenze hat sich seit Mitte August immer weiter verschlimmert. Es herrscht der Ausnahmezustand, Menschen werden ohne Dach über dem Kopf festgehalten, der Zugang der Medien ist eingeschränkt. Die Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau ruft mit einem Gottesdienst zu Spenden und Gebeten auf.

Die Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau ruft zu Spenden und Gebeten für Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze auf. Sie schließt sich damit einem Appell der Evangelischen Kirche in Polen an, teilte Pfarrer Björn Mensing mit.

Zustand an der belarussisch-polnischen Grenze

Schon seit Mitte August würden Flüchtlinge ohne Dach über dem Kopf im Niemandsland festgehalten, hatte der Historiker Jan Kwiatkowski an die Versöhnungskirche geschrieben, wo er als Jahresfreiwilliger der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste war. Es herrsche der Ausnahmezustand, sodass auch der Zugang der Medien eingeschränkt sei. Die Kirchen in Polen setzten sich für eine humanitäre Unterstützung der Flüchtlinge ein und warnten vor einer Katastrophe, so Mensing. Nachdem es bereits Todesfälle gegeben habe, drohe nun bei der kalten Witterung vielen der geschwächten Frauen, Männer und Kinder in den Grenzwäldern der Tod.

Anschluss der Versöhnungskirche an den Spendenaufruf der polnischen Kirche

Die Versöhnungskirche, die auf Initiative von überlebenden Dachau-Häftlingen, von denen sich viele vergeblich um ein sicheres Zufluchtsland bemüht hatten, zum Gedenken an die NS-Verfolgten errichtet worden war, schließt sich dem Spendenaufruf der polnischen evangelischen Kirche an. Außerdem unterstützt sie den Appell von Amnesty International, Schutzsuchenden ihr Recht auf ein Asylverfahren einzuräumen. Im Gottesdienst am kommenden Sonntag (7. November um 11 Uhr) wird für die notleidenden Flüchtlinge gebetet. Die Gäste werden gebeten, eine Petition zu unterschreiben.

Die Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau ist seit ihren Anfängen eng mit Polen verbunden, so Mensing, der auch Landeskirchlicher Beauftragter für evangelische Gedenkstättenarbeit ist. Schon bei der Einweihung 1967 wirkte Pfarrer Woldemar Gastpary aus Warschau mit, der von Dezember 1940 bis April 1945 im KZ Dachau inhaftiert war. Bis heute sitzt ein polnischen Vertreter im internationalen Kuratorium der Versöhnungskirche.

Spendenaufruf der Diakonie

Geldspenden für die Flüchtlingshilfe können über die evangelischen Gemeinden in Polen oder individuell bis zum 15. November 2021 auf des Konto der Diakonie Stichwort „Fluchtlinge” überwiesen werden. Weitere Infos zum Spendenaufruf gibt es auf der Webseite der Diakonie.

 

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